Mein Balkon misst, wenn man die äußeren Balkonkästen mitrechnet, 2,35 · 1,20 Meter, also 2,82 Quadratmeter. Das ist überschaubar. Dennoch habe ich hier Blumen, Kräuter, Kartoffeln, Paprika und Karotten, und alles gedeiht prächtig. (Rosenkohl gedeiht auch, wird aber von Eichhörnchen und Ringeltauben geerntet, die mir nichts übrig lassen – nächstes Jahr werde ich stattdessen mehr Buschbohnen ziehen.) Ein kleiner Tisch und ein Stuhl haben auch noch Platz, ebenso Futterstellen für Vögel und Eichhörnchen. Es ist mein Privatgärtchen, und die Ausbeute ist gar nicht so schlecht:
Minze, Salbei und Thymian hatte ich in der warmen Jahreszeit übergenug, einiges davon habe ich in Öl eingelegt. Oregano und Rosmarin sind mir wegen Staunässe eingegangen; sie werde ich neu kaufen und sorgsamer behandeln. In der kalten Jahreszeit stehen die Kräuter auf der Küchenfensterbank.
Geerntet habe ich:
Kartoffeln – die muss ich nächstes Jahr etwas sparsamer gießen.

Ohne Bild: Spitzpaprika – ein gutes Pfund.
Bohnen – drei Portionen; sie gedeihen hier sehr gut, reifen nach und nach.

Karotten: 400 Gramm. Nächstes Jahr werde ich sie, wenn überhaupt, sorgfältiger aussäen, d.h. mit mehr Abstand, damit sie einander nicht so bedrängen. Das ist das Anspruchsvollste daran, denn die Samen sind winzig. Vielleicht lasse ich es auch bleiben; die billigen gekauften Möhren sind nicht schlechter.

Kartoffeln, Bohnen und Paprika werde ich nächstes Jahr auf jeden Fall wieder anbauen.
Blumensamen habe ich ebenfalls gesammelt.
Damit hat sich mein Balkon-Nutzgarten in diesem Jahr nicht rentiert, aber ich vermute, dass es in wenigen Jahren soweit ist. Jedenfalls macht das Gärtnern Freude! Und Freude rentiert sich ja am Ende doch, wenn auch nicht in barer Münze.
Ernten durfte ich auch in dem zur Gertraudenklinik gehörigen Schwesterngarten. Trauben und Äpfel ergeben zusammen mit Zimt und sonst nichts, sorgfältig gekocht und püriert, einen sehr delikaten Aufstrich. Macht viel Arbeit (wegen des Entkernens), lohnt aber!

Mein Erntedankbrot wurde riesig, ich habe Teile davon verschenkt.

Melodie: Wenn ich, o Schöpfer, Deine Macht (GL 463)
Du teilst aus vollen Händen aus
in unsre leeren Hände.
Du sorgst für Land und Stadt und Haus,
dass alle Not sich wende.
Voll Duft und Farbe ist das Land,
gefüllt der Becher bis zum Rand
mit Deinem Wein der Liebe.
Du gibst uns Brot und gibst uns Sinn,
Du gibst ein jedes Leben.
Wir nehmen Deine Gaben hin,
lass sie uns weitergeben.
Mach unsre Herzen groß und gut,
lass teilen uns mit frohem Mut
die Früchte dieser Erde.
Du kommst als Mensch in unsre Zeit,
lehrst uns die Wahrheit sehen.
Durch Deinen Tod sind wir befreit
und durch Dein Auferstehen.
Du gibst Dich selbst auf dem Altar,
Du Rat und Hilfe wunderbar,
gibst Ewigkeit und Frieden.© Claudia Sperlich
Und in der Kirche sah es so aus:




