Regenbogen

Es war genug! Er musste richten.
Fast alle hatten Ihn betrogen.
Er wollte diese Welt vernichten –
Doch Noah hat Sein Herz bewegt.
Da hat Er Seinen starken Bogen
Hoch in den Wolken abgelegt.
Er hat den Frieden uns versprochen,
Er hält, was wir so oft gebrochen.

Der sich mit reinem Licht bekleidet,
Dem Wasser, Wind und Feuer dienen,
Der wird ein Mensch und dient und leidet,
Er trägt die Sünde aller Welt.
Er starb, Er lebt, Er ist erschienen – 
Und ich bin Gast in Seinem Zelt!
Er thront auf Seinem Himmelsbogen
Und hat mich an Sein Herz gezogen.

Er thront auf altem Bundeszeichen
Und gibt sich selbst im neuen Bunde,
Und die durchbohrten Hände reichen
Mit Macht, doch ohne Zwang nach mir.
Er ist mir nah in jeder Stunde,
Bin ich Ihm fern, ist Er doch hier.
Der Bogen zeigt mir Sein Versprechen.
Es gilt, kein Jota will ich brechen.

© Claudia Sperlich

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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Eine Antwort zu Regenbogen

  1. akinom schreibt:

    Mich schaudert es beim Anblick dieser Farben, die heute niemand übersehen kann in der Kirche und bei Demonstrationen. Sie verfälschen diesen Himmelsbogen und stehn für eine neue Religion. Vielen Dank für das Gedicht! Endlich kommt die Wahrheit an das Licht!

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