Sonett vor der Kirchentür

Wo soll ich hin, mein Herr, wenn Deine Braut
Sich mehr und mehr von Deinem Weg entfernt?
Wenn sie Dir Fremdes lehrt und Übles lernt,
Wenn sie auf Treue mit Verachtung schaut?

Wenn sie mir sagt, mir fehle Toleranz,
Nur weil ich nicht so schludrig bin wie einst?
Mein Herr und Gott, wenn Du sie nicht bescheinst,
Wird ihre Liturgie zum Totentanz.

Sie kann nicht jedem Quark den Segen geben!
Sie ist doch Mutter, Heimat, Ort zum Leben
Und Lehrerin, die Gott und Welt beschreibt!

Du sagst, die Hölle selbst kann sie nicht brechen.
Herr, ich will glauben. Du hältst Dein Versprechen.
Herr, gib, daß Deine Kirche Kirche bleibt. 

© Claudia Sperlich

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
Dieser Beitrag wurde unter HÄRETISCHES, KATHOLONIEN, LITERATUR abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Sonett vor der Kirchentür

  1. akinom schreibt:

    Satan ist wütend, denn er weiß, dass seine Zeit kurz ist! Heute ist Barmherzigkeitssonntag. Ich habe eben den Rosenkranz gebetet, der uns durch Schwester Faustyna als „Rettungsanker in schwieriger Zeit“ geschenkt ist. Mein Lieblingswort für Gott ist TROTZDEM.

Kommentare sind geschlossen.