Mutter Gottes, Mutter der Menschen, Mutter der Kirche – ohne 2.0

Ein schon älteres Gedicht von mir über die Allerseligste:

Mariä Vollendung

Sie hat das Wort das Sprechen gelehrt.
Er, das fleischgewordene Wort,
Er, der lehrt in bildhaftem Wort,
lernte die ersten Menschenworte,
Imma, Abba,
von Seiner Mutter Maria.

Sie hat den Weg das Gehen gelehrt.
Er, der Weg, der zum Vater führt,
Er, der vorangeht auf steilem Weg,
lernte die ersten Menschenschritte,
tappend, stolpernd,
von Seiner Mutter Maria.

Sie hat die Wahrheit den Glauben gelehrt.
Er, der die Wahrheit kennt wie sich selbst,
Er, der die Wahrheit tut und lehrt,
lernte die übermenschliche Wahrheit,
Gott ist einzig,
von Seiner Mutter Maria.

Sie hat das Leben ins Leben gebracht.
Er, der das Leben für alle gab,
Er, der für unser Leben lebt,
suchte das Leben in ihrem Leib,
ihren Brüsten,
aus Seiner Mutter Maria.

Sie war ganz Magd. Sie gehorchte dem Wort,
sie ging den Weg, den ihr Gott hat bestimmt,
sie gab der Wahrheit in sich ein Zuhaus,
Sie trug das Leben und ging mit Ihm,
bis zum Kreuze,
sie wurde Mutter der Kirche.

Sie war ganz frei von ererbter Schuld.
Sie war durch nichts je getrennt von Gott.
Wie sie ihr schlafendes Kind einst trug,
trug nun die Liebe sie aus dem Tod
in den Himmel,
Mutter des Lebens, Maria.

© Claudia Sperlich

An ihrem Gehorsam, ihrer Demut und Liebe will ich mich orientieren. Updaten muss ich nicht sie, sondern mich – das geschieht durch Kommunion, Gebet, Gewissensprüfung und Beichte. Das geschieht zu einem wesentlichen Teil in der Kirche, nicht davor. Ich kann es nur wärmstens empfehlen. Es führt zu magnificatisch jubelnder Freude.

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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2 Antworten zu Mutter Gottes, Mutter der Menschen, Mutter der Kirche – ohne 2.0

  1. akinom schreibt:

    Glückwunsch der Streikbrecherin, der Frau von Urbeginn über alles geliebt, gesegnet und berufen!
    Es ist der Samen, aus dem sich Kirche erneuern wird!

    • akinom schreibt:

      Diesen Leserbrief zu „Maria 2.0“ habe ich eben an unsere Tageszeitung abgesandt:

      Als bekennenden Streikbrecherin der Aktion „Maria 2.0“ bin ich Fan der „Magd des Herrn“. Kein Mann – auch keine Papst – ist größer als Sie. „Nur durch Dich, Jesus, sind wir Kirche!“ So beten wir in den Gemeinden von St. Viktor, Dülmen. Es ist SEINE Kirche, nicht meine, nicht Deine, nicht ein eine„von unten“, nicht eine à la „Maria 2.0“. Möge aus dem Samen der Streikbrecher und Streikbrecherinnen eine wahre Erneuerung der auf dem Felsen Petri gegründeten Kirche erwachsen!

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