Kultursensibles Osterlied

Man soll ja jetzt immer und überall kultursensibel sein, weil Atheisten, Agnostiker, Heiden, Zöllner und andere Gruppen sich sonst auf den Schlips getreten fühlen könnten. Also gibt es heuer ein kultursensibles Osterlied, singbar auf die Melodie „Jesus lebt, mit Ihm auch ich“ (GL 336).

Jesus lebt, mit Ihm auch ich!
Rutscht mir doch den Buckel runter!
Die Kultur wär sicherlich
ohne Ihn nicht halb so munter!
Er beschwingt zum Höhenflug!
Das ist wohl sensibel g’nug.

Jesus lebt, das könnt ihr nicht
ändern oder ignorieren!
Nur erhellt vom Osterlicht
kann ich andre tolerieren,
auch wenn deren Toleranz
nicht so strahlt wie Osterglanz.

Jesus lebt! Der Tatbestand
hängt nicht ab von eurem Wollen!
Auch wer das nicht glaubhaft fand,
braucht deshalb nicht hier zu trollen.
Jesus lebt, leer ist das Grab:
Findet euch halt damit ab!

Jesus lebt, und Ihm sei Dank,
daß ich das begriffen habe.
Atheismus macht mich krank,
Christentum ist Gottesgabe.
Christus ist Barmherzigkeit!
Macht euch für den Herrn bereit.

© Claudia Sperlich

Toleranter wirds hier nicht! Halleluja!

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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3 Antworten zu Kultursensibles Osterlied

  1. Gorgasal schreibt:

    Schön! Schlage ich nächstes Jahr hier für die Osternacht vor, in der wir dieses Jahr tatsächlich „Jesus lebt“ gesungen haben!

    Alternativ singe ich einfach diesen Text, egal was im GL steht. Ist nur eine Frage der Lautstärke und der Stimme 😉

  2. akinom schreibt:

    Ein kultursensibles TROTZDEM ist die Osterbotschaft beim Gottesdienst auf dem Petersplatz, die dort häufig verkündet wurde. Ich verfolgte dies am Bildschirm. Schon lange ist für mich dieses Wort ein wunderbares Synonym für Gott, dem ewigen HIER und JETZT. Vor vielen Jahren hatte ich es als „schönstes deutsches Wort“ vorgeschlagen. Halleluja TROTZDEM! Auch wenn`s nicht toleranter wird.

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