Er hat als Gott sich Menschenlos gebeugt

Advent
XII

Er hat Maria mit dem Geist betaut,
Hat sie beschirmt vor aller Menschenschuld,
Hat sie bedacht mit Freude und mit Huld,
Und Gottes Tochter wurde Gottes Braut.

Ein Traum ermahnte Joseph zur Geduld.
Der hat auf Gottes Wahrheit fest gebaut,
Hat auf das Unwahrscheinliche vertraut
War nicht von der Gewohnheit eingelullt.

Der Vater aller ist Marias Sohn,
Der Diener aller auf dem Himmelsthron,
Im Stall der Schöpfer, der die Welt erbaut.

Er hat im Geist zum Menschsein sich gezeugt,
Er hat als Gott sich Menschenlos gebeugt,
Er hat aus Kinderaugen uns geschaut.

aus: Advent. Sonettenkranz, Zyklische Sonette, tredition 2016

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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Eine Antwort zu Er hat als Gott sich Menschenlos gebeugt

  1. akinom schreibt:

    “ Er hat aus Kinderaugen uns geschaut….“ Das ist kein süßer Weihnachtskitsch, wie ihn viele schaffen! Ich bin persönlich angeschaut und will Seinem Blick standhalten und ihn erwidern.

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