Sonett zum Frühstück

Nach Frühstück und Kaffee steht mein Verlangen!
Die Laudes sind gebetet und die Messe,
Die Seele ist gestärkt. Und nun: Ich esse.
Der Kaffee dampft. Der Tag hat angefangen.

Nicht daß ich drüber meinen Herrn vergesse,
Der auch den Kaffee schuf, nach dem wir bangen.
Der Kaffee rötet die verschlafnen Wangen
Und ölt mein Hirn, wenn ich die Verse messe.

Mein Gott, nach Deinem Willen lass mich handeln,
Auf Deinen (keinen andern) Wegen wandeln!
Gib mir, daß ich, was Du von mir willst, seh.

Gib, daß in diesen undurchsichtgen Zeiten
Die Venen mir das Blut noch hirnwärts leiten.
Ganz kurz gesagt: Gib mir genug Kaffee.

© Claudia Sperlich

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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