Ich durfte ernten: eine alte Sorte Trauben mit kleinen, dunklen Beeren sowie Äpfel, beides in dem riesigen Garten hinter der Gertraudenklinik.



So schöne Früchte!

Die Trauben entkernen war eine sehr langwierige Arbeit, aber am Ende doch erfolgreich. Trauben, kleingeschnittene Äpfel und Zimt gab ich in einen Topf, sonst nichts – kein Wasser, kein Zucker, kein Geliermittel. Als die Äpfel etwas weich waren, pürierte ich alles. Dann ließ ich die Masse etwas über eine Stunde lang einkochen, rührte zwischendurch um – nichts brannte an. Und dann füllte ich die blubbernd kochende Masse in Schraubgläser, verschloss sie sofort, drehte die Gläser um und ließ sie einige Minuten auf dem Deckel stehen. Auf diese Weise entweicht das letzte bisschen Luft aus dem Glas und es bildet sich ein Unterdruck (der Deckel wird leicht eingezogen). Jetzt kann nichts mehr schlecht werden.

Dieser Aufstrich schmeckt aromatisch, fruchtig und süß genug. Die Trauben liefern den Zucker, die Äpfel das Pektin.
Man kann auch kernlose Trauben nehmen – aber die schmecken nicht so gut.
Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich diesen Garten nutzen darf – und dass die Traubenernte so üppig war.



