Was deutsche Bischöfe so konferieren

Dass Laienpredigten in der Messe nichts zu suchen haben  – weil Wortgottesdienst und Liturgie aus einem Guss sein sollen – ist jedem römisch-katholischen Bischof bekannt.  Dass der Papst davon nicht abrücken will, ebenfalls.

Wenn nun die Deutsche Bischofskonferenz wieder einmal bei Rom anklopft und sagt, wir wollen aber doch Laienpredigten in der Messe, dann hat das etwas von aufstampfenden Kindern. Will aber!

Ich erwarte von einem Bischof, dass er sich erwachsen benimmt. In einigen Fällen muss ich wohl sagen: Da kann ich lange warten.

Das Wort Konferenz kommt von lat. conferre, das heißt zusammentragen (in einer Konferenz werden Ideen zusammengetragen). Deshalb steht es auch für austauschen und dienlich sein. Aber wenn ich mir die DBK so anschaue, fällt mir auch die klassische Übersetzung zum Kampf bringen ein.

Werte Eminenzen und Exzellenzen, seien Sie der Kirche dienlich. Und wenn Sie zum Kampf zusammentrommeln wollen, bitte zum Kampf gegen das Böse und den Bösen  – und nicht gegen Christi Braut, die Kirche.

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About Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
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1 Response to Was deutsche Bischöfe so konferieren

  1. Avatar von Joachim Joachim sagt:

    Weil die Überdrüssigkeit an syondalen Themen zugenommen hatte und diese somit aus den Schlagzeilen geraten sind, braucht es nun wieder einen Aufreger. Da reicht es, wenn das, was theologisch gut begründet ist, nicht geändert wird.

    Und natürlich erklärt Katholisch.de dem zahlenden Leser wie immer nicht, warum Rom so handelt (was man als „Erklärportal“ annehmen dürfte), sondern erteilt (ebenso wie immer) allerlei Kritikern das Wort. Dort hat man eben eine andere Mission.

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