Heilige, die den Teufel verhauen – Teil III

In diesem schwierigen Jahr ist das besonders nötig.

Allen voran die Allerseligste Gottesmutter wird des öfteren so dargestellt: Als Verteidigerin eines Kindes, dem ein Dämon nachstellt, und dessen händeringender Mutter, schwingt Maria einen Knüppel gegen den höllischen Feind. Wie man weiß, erfolgreich.

Auch diese gekrönte Heilige bedient sich eines Knüppels gegen den Widersacher. Ob es Maria ist oder eine der zahlreichen heiligen Adligen, weiß ich nicht.

Die Heilige Juliana von Nikomedien (um 285-304) weigerte sich als Christin, einen heidnischen Sohn der gehobenen Gesellschaft zu ehelichen. Sie wurde gefoltert und eingesperrt. Der Teufel erschien ihr in Gestalt eines Engels, aber sie durchschaute ihn. Auf ihr Gebet fielen die Ketten von ihr ab, und sie fesselte damit den Teufel. Auf dem Weg zur Hinrichtung zog sie ihn an der Kette hinter sich her und warf ihn in eine öffentliche Latrine. Ein wirklicher Engel stand ihr in der Todesstunde bei.

„St. Juliana of Nicomedia binding the devil,“ Germany, 12th century, from the Passionary of Weissenau, Codex Bodmer 127, fol. 44v, Fondation Martin Bodmer, Cologny, Switzerland. „This copy of the Lives of the Saints, produced during the 12th century, possibly in the German Cloister of Weissenau, is decorated with ornately detailed and illustrated initial capitals.“ https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Codex_Bodmer_127_044v_Detail_1.jpg; http://www.e-codices.unifr.ch/en/list/one/fmb/cb-0127; see full page: https://www.e-codices.unifr.ch/en/fmb/cb-0127/44v/0/. Tags: Weißenauer Passionale

Hier ist Teil I und hier Teil II dieser Serie.

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
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