Frauentag

Heute feiert man in Deutschland, daß Frauen frei wählen dürfen. Sofern sie frei wählen, der katholischen Lehre zu folgen, versucht man ihnen das auszutreiben.
Frauenwahlrecht ist OK, solange sie sich dabei nach dem Mainstream richten. Sonst isses baba.
Ja klar, das ist übertrieben. Ich darf sehr vieles, was bei meinen Großmüttern – übrigens tüchtige Frauen, eine Altphilologin und eine Hotelchefin – vor, während und nach der Nazizeit nicht selbstverständlich war. Aber ich nehme durchaus wahr, daß ich als Frau, Dichterin und Katholikin eine ganze Menge frauenfeindlichen Schrott zu hören bekomme, und zwar im Wesentlichen von säkularer Seite, links wie rechts.

In den Anfängen ging es um die Gleichberechtigung, vor allem um das Wahlrecht für Frauen. Aber bereits zwischen den Weltkriegen kam zu diesen guten Forderungen die nach einem „Recht“ auf Abtreibung als besonders wichtiges Anliegen der Initiatoren des Frauentages.

Ein Plakat von 1924 zeigt mir die ganze Fatalität der Entwicklung des Frauentages: Oben im Hintergrund, transparent und von einem Strahlenkranz umgeben, Lenin. Darunter sehr groß eine blonde Arbeiterin, heroisch-misslaunig blickend, ein Kind auf dem Arm. Im unteren Drittel kleinfigurig die sich ihr feindselig entgegenstellende Masse: Rechts ein brüllender und gestikulierender Mann mit Maschinengewehr und Hakenkreuz auf dem Stahlhelm, links zwei Männer mit Frack und Zylinder, der größere eindeutig eine antisemitische Karikatur mit übergroßer Nase und Wulstlippen, erklärend dazu die Aufschrift „Internationales Kapital“. Darunter der Aufruf: HERAUS ZUM INTERNATIONALEN FRAUENTAG! MÄRZ 1924.

Sozialismus und Kommunismus haben in der Geschichte trotz durchaus aufrechter Menschen in ihren Reihen (denn die gibt es fast überall) und trotz ihrer Feindschaft gegen den Nationalsozialismus immer wieder gegen Judentum und katholisches Christentum gleichermaßen gepestet, genau wie jener. Das Recht auf freie Religionsausübung wird von Kommunisten und Sozialisten immer wieder bestritten, ebenso das Recht auf Leben, da von dieser Seite immer wieder behauptet wird, ein ungeborener Mensch habe keine unantastbare Würde, und oft wird auch von eben dieser Seite für Euthanasie plädiert.

Ich wünsche nicht, daß Antisemiten und Kirchenfeinde meine Rechte verteidigen. Ich kann diesbezüglich allerdings ganz unbesorgt sein.

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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4 Antworten zu Frauentag

  1. akinom schreibt:

    Der sozialistische Frauentag ist in Berlin – wie ich staunend bei kath.net. erfuhr – ein Feiertag wie etwa (noch?) Ostermontag und Fronleichnam. Ich empfehle diesen Artikel als Kommentar:
    Ein Frauentag gegen das Leben nützt keiner Frau
    Wo Abtreibung im Mittelpunkt steht, sind Frauenrechte weit entfernt. Nur ein Fest für das Leben ist auch ein Fest für die Frauen. Der heutige Feiertag in Berlin liefert nicht – Der Montagskick von Peter Winnemöller

    Berlin (kath.net)

    Wo Abtreibung im Mittelpunkt steht, sind Frauenrechte weit entfernt. Nur ein Fest für das Leben ist auch ein Fest für die Frauen. Der heutige Feiertag in Berlin liefert nicht.

    In Berlin ist heute gesetzlicher Feiertag. Schon gemerkt? Da die meisten Deutschen Nichtberliner sind, dürfte der Berliner Feiertag kaum auffallen. Nur in Berlin fällt er auf. Da sind die Geschäfte zu und die Leute müssen nicht zur Arbeit. Wer in Berlin im Homeoffice ist, merkt nicht einmal das.

    Anlass des gesetzlichen Feiertages ist ein erfundener „Internationaler Frauentag“, der wie der erste Mai ein sozialistischer Feiertag ist. Sozialistische Feiertage zeichnen sich dadurch aus, dass sie außer einem moralischen Impetus keinen Festcharakter aufweisen. In Deutschland darf jede Frau studieren, darf jede Frau jeden Beruf ergreifen, es darf jede Frau ihr eigenes Vermögen besitzen. Es gibt eigentlich nichts, was Frauen nicht dürfen. Sie dürfen sogar ein Land schlecht regieren. In anderen Ländern sieht das anders aus. Da dürfen Frauen nicht allein das Haus verlassen, dürfen ihr Gesicht in der Öffentlichkeit nicht zeigen, keinen Beruf ergreifen und kein Geld besitzen. Im Gegenteil: in vielen Ländern der Welt gelten Frauen als Eigentum der Männer. Grund für einen internationalen Frauentag? Ja, eindeutig ja.

    Setzen sich nun heute in Berlin die freien Frauen in Deutschland für ihre unfreien Schwestern in vielen Teilen der Welt ein? Gründen wohlhabende Frauen Stiftungen, um Frauen in den Teilen der Welt, wo sie unfrei und ungebildet sind, eine Chance auf Freiheit und Bildung bekommen? In der Tat, es gibt solche Frauen. Diese Frauen sind allerdings in der Regel nicht aus dem sozialistischen Lager. Christliche Frauen, die dem Elend entkommen sind oder solidarisch das Elend von Frauen teilen sind eher geneigt, aktive Hilfe zu leisten. In Deutschland kennt man Sabatina James als eine Frau, die sich für Frauen einsetzt. Ausgerechnet eine Christin.

    Und die sozialistischen Schwestern in Berlin? Was hört man von denen? Auch die geben Laut. Die Kirche St. Elisabeth in Berlin Schöneberg wurde in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch erneut beschmiert. „My Body- My Choice“ (Mein Körper – meine Wahl) – Wer sollte den Wortsinn dessen bestreiten wollen. Jede Frau in Mitteleuropa kann über ihren Körper weitestgehend selbst bestimmen. Doch wer den Kontext kennt, wer nur einmal beim Marsch für das Leben mitgelaufen ist, weiß, woher der Slogan stammt. Er sprudelt in seiner Verdrehtheit und Verderbtheit direkt aus der tiefsten Hölle. Es geht nicht darum, über den eigenen Körper bestimmen zu wollen. Es geht darum, über den Körper eines ungeborenen Kindes mit tödlicher Gewalt verfügen zu wollen. Die mehr oder weniger jungen Damen mit Antifa- Hintergrund brüllen sich bei Demonstrationen gegen das Leben mit diesem und anderen frauenfeindlichen Slogans förmlich die Seele aus dem Leib.

    Nichts auf dieser Welt ist so sehr geeignet, Frauen ihr tiefstes eigenes Selbst, nämlich die Fähigkeit, Leben zu schenken, so brutal und nachhaltig zu nehmen, wie die Abtreibung. Nichts dient der Unterdrückung von Frauen mehr, als ihnen die Fähigkeit zu versagen, an der Schöpfung mitzuwirken. Nichts schadet der Weiblichkeit in einer Gesellschaft so sehr, wie der Raub der Kinder aus dem Mutterleib. Und weil der Diabolos der große Durcheinanderbringer ist, gelingt es wirklich, einem großen Teil der Frauen dieser Welt, das Elend der Abtreibung als ein großartiges Frauenrecht zu verkaufen, für das sie streiten müssen.

    Die Schmiererei auf der Elisabethkirche in Berlin steht im engen Zusammenhang mit dem internationalen Frauentag, der heute in Berlin begangen wird. Eine der Forderungen der sozialistischen Frauenbefreier ist – wir ahnen es – das erfundene „Recht auf Abtreibung“. Jeder, der weiß, wie Sozialismus und Freiheit zueinander stehen, kann deutlich erkennen, dass ein sogenanntes „Recht auf Abtreibung“ nichts anderes ist als eine weitere sozialistische Kette, in die Frauen geschlagen werden sollen. Denn auch das sollte man wissen, keine Frau, die ihr Kind hat töten lassen, kommt ungeschoren davon. Die Liste ist lang: Traumata, Psychosen, Neurose, Unfruchtbarkeit sind nur einige der Folgen. Und weil Traumata auf das Umfeld überspringen, sind Geschwister von abgetriebenen Kindern ebenso Opfer, wie deren Mütter, Väter, Großeltern und viele andere im sozialen Umfeld. Abtreibung ist nicht harmlos! Das Land Berlin hat einen Feiertag zum gesetzlichen Feiertag erhoben, dessen zentrale Forderung, man könnte sagen, dessen Festgeheimnis, das frei erfundene „Recht auf Abtreibung“ ist.

    Der Berliner Feiertag am 8. März wird uns erhalten bleiben. Aber wer hindert eigentlich Pfarreien, Klöster, geistliche Gemeinschaften oder einzelne Katholiken daran, am 8. März eines jeden Jahres Messen, Bußandachten und Gebetsgottesdienst für alle(!) Täter und Opfer der Abtreibung in den Kirchen Berlins abzuhalten. Die Kirchenschmierer fordern dieses Zeugnis doch geradezu von uns ein. Machen wir den 8. März zum Gedenktag an die Opfer dieses Grauens.

    Und wenn schon ein internationaler Frauentag, dann bitte einen unter dem Patronat der Frau, die gezeigt hat, was eine Frau vermag: Maria hat der Welt den Erlöser geboren und hat nie aufgehört, sich für uns bei ihrem Sohn einzusetzen. Alle Marienfeste sind deshalb internationale Frauentage!

    © 2021 http://www.kath.net

  2. Guten Tag, Frau Sperlich und Akinom!

    Kommunistische und andere Diktatoren (auch religiöse in sogenannten „Gottesstaaten“) sind im Grunde Feinde, nicht nur meine. Nach biblischem Gebot soll ich sie lieben. Jemand sagte einmal, wie es gemeint ist und geschehen soll: unter anderem für sie beten, dass sie sich ändern. Das ist nicht einfach.

    In unablässiger Hoffnung, dass Gott eingreift (sonst würde ich nicht beten), grüße ich Sie beide herzlich.

    Hans-Jürgen Caspar

    • Claudia Sperlich schreibt:

      Ich bete dafür gern… und oft mit wenigen Worten, denn: ich kann ja Gott nicht erklären, wie Er das machen soll. Sondern vertrauen, daß Er die Bekehrung aller Menschen will.
      Dennoch will ich selbst möglichst wenig mit Diktatoren und ihren Anhängern zu tun haben.

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