Vertraut den neuen Wegen

Pilgerheft
Pilgerstempel

Unter diesem Motto stand der heutige Pilgertag im Pastoralen Raum Wilmersdorf-Friedenau. In meiner Heimatgemeinde St. Marien ging es um 10.00 Uhr los mit einer noch kleinen Gruppe. Nach einer Andacht zogen wir in die dem Heiligsten Herzen Jesu geweihte Kapelle des Gertrauden-Krankenhauses (übrigens sehr sehenswert mit einem großen Mosaik in der Apsis). Dort konnten wir nicht nur Andacht halten, sondern lernten auch einiges Interessante über die Baugeschichte des Krankenhauses – von einem kühnen Frauenorden geplant und errichtet, Bauzeit von Plan bis Einweihung: 1,25 Jahre! (Nimm das, BER!)
Weiter ging es zur nahen Heilig-Kreuz-Kirche, wo es eigentlich erst Kaffee geben sollte, aber wir Pilger waren so fromm gestimmt, daß wir das gar nicht merkten und erstmal in die Kirche gingen. Hinterher war der Kaffee immer noch gut.
Nun folgte das längste Stück (einige ältere Pilger wichen hier auf die Öffentlichen aus). St Ludwig ist eine große und wunderschöne Kirche, und der lange Weg dorthin führt teils durch Park, teils durch sehr schöne Straßen. Der Organist mußte zwar gerade mit dem Kinderchor proben (natürlich nicht in der Kirche), aber alles war gut geplant: Jemand hatte seine Ziehharmonika dabei. Keine Andacht ohne Instrumentalbegleitung!
Das letzte Stück Weg führte nach St. Albertus Magnus – die einzige moderne Kirche dieses Pastoralen Raumes. Zum Abschluß der Andacht bekamen alle papierene „Fußspuren“, auf die sie ihre Wünsche oder Befürchtungen bezüglich des ziemlich großen Pastoralen Raumes schreiben sollten. Diese wurden dann wie eine lange Spur auf die Stufen zum Altar ausgelegt.

Am Ende gab es im Pfarrgarten große Mengen Würstchen, Kartoffelsalat und Kuchen – und weitere freundliche Gespräche.

Das Wetter war die ganze Zeit herrlich, und die Wege waren schön, die Andachten erbaulich. Ich hätte mir ein wenig mehr Stille auf dem Weg gewünscht. Schade fand ich, daß keine Jugendlichen dabei waren. Kinder hatten sich auf den Weg gemacht und waren alle Stationen mitgegangen! Aber Jugendliche hatten sich nicht locken lassen.

Ein ganz großer Dank an die Organisatoren, die für alles von Liederheft und Pilgerstempel über die Auswahl und Kenntnis der sehr schönen Wege und die so frohmachenden Andachten bis zur üppigen Verpflegung so gut geplant und gesorgt hatten.

Vor allem aber – Dank sei Gott für diesen wunderbaren Tag!

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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2 Antworten zu Vertraut den neuen Wegen

  1. akinom schreibt:

    Pilgertag – ein Event und ein katholisches Abenteuer, aber auch Kontrastprogramm zu all den Menschenansammlungen derer, die das Alleinsein und die innere Ruhe nicht ertragen können. Oder?

    • Claudia Sperlich schreibt:

      Ja, sicher. Wobei eindeutig ein Fortschritt wäre, wenn auf dem Pilgertag nicht so viel über alles mögliche geschwätzt würde, sondern – gepilgert. In Teilen war es eben doch einfach ein Spaziergang.

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