Drei Monate mit dem Rosenkranz

Ich war nie eine besonders fleißige Rosenkranzbeterin, obwohl ich diese Meditation durchaus schätze. Warum ich mich so selten dazu aufraffte,  weiß ich nicht.

Im vergangenen Jahr,  im Rosenkranzmonat Oktober,  nahm ich mir vor: Wenigstens ein Gesätz am Tag!  Ich hielt mich daran – meistens war es wirklich nur ein Gesätz,  manchmal mehr. Den Oktober über betete ich für alle, die Christus und der Kirche fernstehen.

Ich merkte, dass diee Art des Gebetes mir wohltat; im Gebet erfuhr ich eine große Ruhe. So beschloss ich,  im November weiterzumachen,  diesmal für die Armen Seelen. Im Dezember betete ich den Rosenkranz für die Ungeborenen und ihre Mütter und Väter.

Oft bete ich den Rosenkranz,  der ja auch ein betrachtendes Gebet ist, während meiner täglichen Anbetung vor dem Tabernakel. Die Wiederholungen und die Vergegenwärtigung von Jesu Leben sind auch als Einstimmung zur stillen Anbetung gut.

Natürlich gelingt das nicht immer gleich gut. Manchmal bin ich abgelenkt und fahrig. Aber selbst dann ist eine versuchte Meditation besser als gar keine.

Im Januar bete ich den Rosenkranz für die Priester und Diakone. Ich bin gespannt,  wie es mit diesem alten, neu entdeckten Gebet für mich weitergeht. Einstweilen kann ich sagen: Das Vorhaben lohnt.

Also, falls unter meinen Lesern auch jemand irgendwo einen staubigen Rosenkranz hat – nimm ihn zur Hand! Es gibt keinen Zwang zum Rosenkranzbeten,  aber segensreich ist es allemal. Eine Meditation,  die zu innerer Ruhe führt.

Und wer Lust hat, einen Rosenkranz zu knüpfen – es gibt zahlreiche Anleitungen auf Youtube, und es ist nicht sonderlich schwer.

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About Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
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