Schuberts Sanctus. Die Gemeinde singt
seelenvoll und fromm, doch ach, die Sext,
ein Glissando abwärts, wie verhext,
fast schon etwas nach Septime klingt!
Meine Andacht unterliegt dem Klang,
während frech mein Dichterhirn sich brüstet,
dem nach einem Spottsonett gelüstet
statt nach Frömmigkeit und Lobgesang.
Trotzdem knie ich wie alle nieder,
und ich finde meine Andacht wieder,
während es im Hinterkopf noch lacht,
und der Priester hält mir den vor Augen,
dem allein mein Dichten sollte taugen
und der mir auch den Humor gemacht.
© Claudia Sperlich
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MICH VERTRITT NICHT DAS ZDK!


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