Drei Jahre

Vor drei Jahren ließ Putin die Ukraine überfallen  – er selbst überfiel nicht, sondern saß in luxuriöser Umgebung und in Sicherheit. Er behauptete, ein Recht auf die Ukraine zu haben,  und meinte, in wenigen Wochen sei sie besiegt.

Nichts davon stimmt. Die kleine Ukraine wehrt sich entschlossen,  und Putin verheizt seine Leute.

Butcha und Mariupol stehen für unfassbare Kriegsgreuel, angerichtet von russischen Soldaten. Die Ruine des Atomkraftwerks Chernobyl war lange umkämpft und wurde kürzlich wieder beschossen.  Keiner weiß genau, ob und wie viel Strahlung dort gerade entweicht.

Putin hat Kirchen und Kulturdenkmäler zerstören lassen. Weit schlimmer, sowohl die Ukraine als auch Russland bluten aus in diesem sinnlosen Krieg.

Ich hoffe und bete, dass die Ukraine bald wieder in Frieden leben kann. Was aus Putin und Kyrill wird,  wenn Russland den Krieg verliert,  ist mir ziemlich egal. Von mir aus können sie sich dann eine Einraumwohnung in einem Plattenbau teilen,  ich bin ja kein Unmensch.

Ich wünschte,  es gäbe eine waffenlose Möglichkeit,  diesen und andere Kriege auf gerechte Weise zu beenden. Aber ohne Waffen gäbe es die Ukraine nicht mehr (ebenso wie Israel). Ohne ukrainisches Militär hätte Russland sich die Ukraine längst unter den Nagel gerissen. Ich wäre gern Pazifist,  aber nicht um den Preis der Freiheit.

Übrigens glaube ich keine Sekunde lang, dass Putin Ruhe gäbe, wenn er nur die Ukraine hätte. Eher würde er dann erst richtig loslegen.

Frieden der Ukraine!

Gib Deinen Frieden, Herr, der Ukraine,
Gib Deinen Frieden auch der ganzen Welt!
Daß unter blauem Himmel reifes Feld
Zu Brot und Hostie allen Menschen diene!

Durch angemaßte Macht, durch Stolz und Geld
Rotiert von neuem Satans Kriegsmaschine:
Gewehr, Rakete, Panzer, Bomber, Mine
Und Menschen sind in seinen Dienst gestellt.

Um Abwehr und Verteidigung zu schaffen,
Sind wieder nötig Waffen über Waffen,
Solang Gespräche keinen Frieden bringen.

Herr Jesus, Du nur kannst den Krieg beenden,
Nur Du kannst diese Zeit zum Guten wenden.
Herr Christus, lass den Frieden doch gelingen!

© Claudia Sperlich

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About Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
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