Urlaub im Kloster

War das wieder einmal schön!

In Wilhelmshorst, nahe Brandenburg (aber weit genug, um nichts Städtisches an sich zu haben), war ich von Montag bis Freitag zu Gast bei den Mägden Mariens, einer mir befreundeten Kongregation.

Messe und Stundengebet mit den Schwestern, Schreiben (Gedichte und Entwürfe für Artikel) und Lesen (u.a. das ganze Buch Jesaja), im riesigen Garten spazierengehen – unerreichbar für die unerreichbare Außenwelt: das war schön!

Mit einem Computer bekam ich dann doch zu tun, weil eine Schwester mit dem ihren nicht zurechtkam und mich um Hilfe bat. Ich konnte helfen, und sie versprach mir dafür lebenslange Fürbitte (was ich für eine enorm großzügige Bezahlung von so wenig und so simpler Hilfe finde – aber ich bin sehr glücklich darüber).

Heute früh weigerte sich der Wecker, mich zu wecken, so daß ich die Messe verpasste – aber als Berlinerin habe ich es ja gut, fuhr nachmittags zurück und konnte am frühen Abend zu einer sehr schönen Messe, vorher Rosenkranz und hinterher Komplet, so daß ich das beinah klösterliche Leben noch bis kurz vor die Haustür mitnahm.

Vorbereitung war es auf eine wichtige Sache – dazu demnächst. Jetzt bin ich einerseits froh, daß ich wieder in meinem Zimmer am Computer sitzen kann, andererseits, daß ich das nicht immer muss, daß es wunderbare Möglichkeiten der computerlosen Ruhe gibt.

Mein besonderer Dank gilt den diensthabenden Schwestern in der Küche. Zwar war ich eigentlich beim Adventfasten, aber diese ganz und gar nicht fastengeeignete Unterbrechung war auch sehr lecker!

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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Eine Antwort zu Urlaub im Kloster

  1. akinom schreibt:

    Ruhe verschafft mir oft auch das PC-Gebet, das auf meinem Laptop klebt:

    Gott, Du bist mein Programmierer,
    ich kann niemals „abstürzen“.

    Du installierst Deine Software
    auf der Festplatte meines Herzens.
    Alle Deine Befehle sind benutzerfreundlich.

    Deine Gebrauchsanweisung führt mich
    auf die richtigen Seiten um Deines Namens willen.

    Selbst wenn ich durch die Probleme
    und Schwierigkeiten des Lebens „surfe“,
    muss ich keinen Virus befürchten,
    denn Du bist mein „Back-up“.

    Dein Passwort beschützt mich.
    Du wirst mir ein Menü ausarbeiten,
    wenn mich meine Feinde bedrängen.

    Deine Hilfe ist nur einen Tastendruck entfernt.
    Deine Güte und Barmherzigkeit
    werden mich jeden Tag meines Lebens begleiten.

    Am Ende vereinige bitte meine „Datei“ mit der Deinen
    und ich bin für immer gerettet!
    Amen.

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