Berlin katholisch

Berlin, Berlin, ick liebe Dir.
Tu morjens lang ick poofen,
Is abends ooch ne Messe hier,
Und nichma‘ weit zu loofen.

Die haben jottlos Dir jenannt,
Du Stadt an Spree und Havel!
Der Heiljen Hedwich is bekannt:
Sowat is nur Jeschwafel.

Berlin is voll von Frömmichkeit,
Man musse nur erspähen.
Kiek hin und nimm dir bisken Zeit,
Zur Kirche hinzujehen!

Wat, gloobste nich? Denn kiek doch hin!
Im Internet tuts stehen:
Sind mehr wie siebzich Kirchen drin,
Kannst in die nächste jehen.

© Claudia Sperlich

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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9 Antworten zu Berlin katholisch

  1. akinom schreibt:

    Echte duftende Veilchen blühen im Verborgenen wie der Herr im Tabernakel!

  2. akinom schreibt:

    Als bei uns die Glocken läuteten, die immer irgendwo und irgendwoher läuten ist mir wieder bewusst geworden, dass bei uns in höchstens 10 Minuten Fußweg entfernt 4 Tabernakel sind. Manchmal läuten auch die Glocken der evangelischen Kirche, die ich auch vom Fenster aus sehen kann.

    • Claudia Sperlich schreibt:

      Auch ich sehe eine evangelische Kirche vom Fenster aus – allerdings nur im Winter, wenn die Bäume kahl sind. Und die macht immer großes Mittagsgeläut. Irgendwann werde ich frech genug sein, dem evangelischen Pfarrer zuckersüß zu danken, daß ich immer an den Angelus erinnert werde. 😉

      • akinom schreibt:

        Warum frech und zuckersüß? An die Botschaft des Engels und an das Fleisch gewordene Wort sollte er auch glauben. Von „Leiden und Kreuz“ wird er sicher nicht verschont und die „glorreiche Auferstehung“ steht hoffentlich auch auf seiner Agenda.
        Proteste gegen Glockengeläut und Verbote gibt es mehr als genug!

        • Claudia Sperlich schreibt:

          Sicher… aber ob er gerne hört, daß er mich dazu mahnt, regelmäßig das Ave zu beten? Na, vielleicht hat er des Humors genug.
          Und ja: Daß ich die Glocken gerne höre, wird ihn freuen.

        • akinom schreibt:

          Ergänzen möchte ich hierzu noch, dass Sie am 31.10.2015 einen Blogbeitrag mit dem dort abgebildeten Rosenkranz mit dem Bild Martin Luthers veröffentlicht hatten. Das wäre doch etwas auch für den evangelischen Pastor in Ihrer Nachbarschaft

  3. akinom schreibt:

    Noch eine Ergänzung: Schade! Leider ist der Rosenkranz auch in unguter Weise zwischen die Fronten von Glaubensspaltung und Glaubenskriegen (Lepanto, Wien) geraten. Die Jesuiten hatten ihn zum Kampfgebet der Gegenreformation gemacht.

    • Claudia Sperlich schreibt:

      Dieser Kommentar hat sich unter ein Gedicht verirrt, gehört unter den Rosenkranzartikel. Macht nichts. 😉 Was Lepanto angeht, so habe ich überhaupt kein Problem damit, daß eine militärische Übermacht durch Gebet besiegt wurde. Darin sehe ich keinen Mißbrauch.

      • akinom schreibt:

        Das stimmt! Das habe ich zu spät gemerkt! Lepanto und Wien haben Weltgeschichte für den Rosenkranz geschrieben!

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