Ein Chorälchen

Paul Gerhardt hat gedichtet, und ich habe ihn parodiert, statt, wie ich eigentlich wollte, einen anderen und ganz und gar ernsten Choral zu schreiben. Der Geist weht, wo und wie Er will, und nachdem ich vorhin in der Kapelle um den Heiligen Geist gebetet hatte, auf daß Er mir bei der Ausarbeitung eines Chorals helfe, und spontan an Ort und Stelle die Idee zu einer ziemlich finsteren Kurzgeschichte bekam, die rein gar nichts mit Kirchenliedern zu tun hat, fiel mir auf dem Heimweg bei starkem Regen folgendes ein:

Reißt euch zusammen in des Herren Namen!
Er hat voll Güte Leben euch beschieden.
Macht keinen Ärger, haltet endlich Frieden!
Lobet den Herren!

Was Gott verboten, davon lasst die Pfoten!
Was Er euch sagt, ist immer nur das Rechte,
was Er verbietet, ist allein das Schlechte.
Lobet den Herren!

Nun legt euch nieder! Jesus kommt ja wieder.
Ihr müsst auch nachts nicht zittern und nicht bangen,
es ist noch immer alles gut gegangen.
Lobet den Herren!

© Claudia Sperlich

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
Dieser Beitrag wurde unter KATHOLONIEN, LITERATUR abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Ein Chorälchen

  1. piri ulbrich schreibt:

    Lobet den Herren – ich habˋs ja eigentlich nicht so mit dem katholischen Glauben, aber dein Choral gefällt mir sehr!

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