Was in manchen Gemeinden so läuft

Ich hab von einem Zirkel heut gehört,
der sich am Anblick eines Kreuzes stört;
es ist den Leuten wider die Natur.
So hängten sie stattdessen eine Uhr!
Statt auf das Kreuz, das unsern Heiland trägt,
schaun sie nun auf die Stunde, die bald schlägt,
und statt verheißner froher Ewigkeit
beglotzen sie nur allzuknappe Zeit.
Auch sagt man mir, daß diese selten Tollen
in ihrer Nähe keine Bücher wollen.
Nun könnt man sagen: Ist ja freie Wahl!
Doch treffen sie sich im Gemeindesaal
und glauben, Vater Kolping nachzueifern,
wenn Kreuz und Buch und Bildung sie begeifern
und auf die Zeit, die stets vergeht, nur bauen.
Ach Herr, lass diese auch Dein Heil einst schauen!

© Claudia Sperlich

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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2 Antworten zu Was in manchen Gemeinden so läuft

  1. akinom schreibt:

    Das letzte Stündlein, das mir auf Erden schlägt, ist mir wichtig. Mein geistliches Testament hierfür erneuere ich täglich.

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