Lebensschutz – auch 2019 bitter nötig

Insgesamt sank die Zahl der Abtreibungen von 2010 bis 2016 stetig; 2017 stieg sie wieder.
Gleichzeitig gibt es eine tendenziell steigende Zahl von Abtreibungen in der 22. Woche oder später.
Quelle

Für das Jahr 2018 liegen noch keine abschließenden Zahlen vor. Aus den Zahlen für die ersten drei Quartale ergibt sich eine Hochrechnung auf 101.793 Abtreibungen im ganzen Jahr, also wieder ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr.
Quelle

Das bedeutet: Die Zahl der Abtreibungen steigt seit zwei Jahren wieder. Spätabtreibungen wurden mindestens von 2010 bis 2017 sowohl prozentual als auch absolut häufiger.

Einerseits ist es für die Tatsache, daß bei einer Abtreibung ein Mensch umgebracht wird, nicht einmal relevant, ob das in der ersten oder der letzten Schwangerschaftswoche geschieht oder irgendwo dazwischen. Andererseits gehört zum Töten eines Menschen, der mit modernen medizinischen Mitteln durchgebracht werden kann und der auf den ersten Blick als Mensch erkennbar ist, eine erheblich größere Kaltherzigkeit als zum Töten eines Menschen in den ersten Wochen der Schwangerschaft.

Die immer wieder gehörte Behauptung, Spätabtreibungen seien ja so gut wie kein Thema, wird durch diese Statistik widerlegt.

Auch in diesem Jahr werde ich, so Gott will und ich lebe, am 21. September am Marsch für das Leben in Berlin teilnehmen.

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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11 Antworten zu Lebensschutz – auch 2019 bitter nötig

  1. akinom schreibt:

    „Einige Beispiele aus den letzten Tagen:
    In der Schweiz wurde der größte Marsch für das Leben verboten, weil angeblich die Sicherheit nicht gewährleistet werden konnte.
    Das Groteske ist, dass es die linksradikalen Abtreibungsaktivisten sind, die die Sicherheit bedrohen.
    Das Verbot ist so skandalös, dass selbst der eher linke Tagesanzeiger kommentiert: „In antifaschistischen Kreisen rühmt man sich, die christlichen «Fundis» mit «Radau» von der Straße vertrieben zu haben.“
    Ich würde mich überhaupt nicht wundern, wenn man nun auch in Deutschland versucht, mit solchen Argumenten die Meinungs- und Versammlungsfreiheit von Lebensrechtlern zu beschneiden.
    Eine weitere traurige Nachricht kommt aus dem Vereinigten Königreich:
    Die Abtreibungen von Down-Kindern sind dort rasant gestiegen und haben Rekordzahlen erreicht.“
    Das postete Pilar, Herzogin von Oldenburg, am Tag der unschuldigen Kinder. Sturmgebete sind nötig, um dem Treiben des „Herrn der Welt“ Einhalt zu gebieten! Wie wunderbar kommunizierten doch Jesus und Johannes schon im Mutterleib miteinander!

  2. gerd schreibt:

    Zwei Menschen stehen vor eine schwarzen Wand.
    A: Sehr dominant dieses Schwarz!
    B: Schwarz? Das ist grün?
    A: Es ist offensichtlich schwarz!
    B: Nein, dieses Wand ist grün.
    Ein unbeteiligter Mensch kommt des Weges.
    A: Können sie uns sagen, welche Farbe diese Wand hat?
    C: Schwarz.
    B: Hören sie doch auf, diese Wand ist eindeutig grün!
    C: Wohl kaum, ich kann Schwarz sehr gut von Grün unterscheiden. Das diese dort schwarz ist, kann jeder sehen.
    B: Nun ich bin ja nicht „jeder“!
    A: Selbst dann können sie erkennen, dass diese Wand schwarz ist.
    B: (wird lauter) Ich sehe dort eine grüne Wand. Grün, Grün und noch einmal grün!
    C: Sie irren sich, diese Wand ist schwarz. Leiden sie an Farbblindheit?
    B: Das ist ja wohl der Gipfel der Unverschämtheit. Sie unterstellen mir, ich wäre blind?
    A: Nein C stellt nur fest, dass diese Wand schwarz ist und nicht grün.
    Ein weitere Person gesellt sich zu den dreien.
    D: Was macht ihr hier ein Palaver vor der schwarzen Wand?
    B: Noch so einer!
    D: Einer was?
    B: Der meint diese Wand ist schwarz!
    D: Und? Diese Wand ist eindeutig schwarz.
    B: Ich sagte es schon zu ihren Kollegen: Diese Wand ist grün! Ihr gehört eingesperrt mit eurer
    Schwarz-Seherei!

    Ein Polizist erscheint. Er verbietet die Aussage, dass die Wand schwarz ist. Die Wand steht da
    und schweigt: Schwarz, wie sie es immer war.

  3. akinom schreibt:

    Was sind „abschließende Zahlen“? Wer hat die Ungeborenen gezählt, die der Pille danach, der Spirale, bei einer künstlichen Befruchtung aussortiert und der Forschung zum Opfer gefallen sind? Ob sie allen verzeihen können, die an ihrem Tod schuldig geworden sind?

    • Claudia Sperlich schreibt:

      Abschließende Zahlen sind die vollständigen, fertigen Statistiken – die es Anfang Januar für das Vorjahr noch nicht geben kann. Deshalb war ich auf eine Hochrechnung angewiesen.
      Die nicht durch bewußte Abtreibung, sondern durch Pille, Spirale etc. getöteten Ungeborenen bilden die Dunkelziffer. Eine Dunkelziffer ist eben dunkel! Ich kann nur mit Statistiken arbeiten, die es gibt. Und die erfassen eben die durch Ärzte durchgeführten Abtreibungen. Bitte verlange von mir keine Wahrsagerei.
      Mir ist bewußt, daß Statistiken nur einen Teil der Wahrheit zeigen. Aber ohne diese Statistiken hätten wir noch weniger belastbares Material. Auf diese deutlichen Statistiken kann ich verweisen und sagen: Hier stehts, das ist der Nachweis, daß so und so viele Kinder pro Jahr durch Ärzte abgetrieben werden.
      Verkaufsstatistiken der „Pille danach“ liegen mir nicht vor, ebensowenig irgendwelche Untersuchungen, wie viele Kinder schon auf dem Weg zur Einnistung durch nidationshemmende Mittel sterben. Ich schreibe nur, was ich weiß, nicht, was ich nicht wissen kann.

      • akinom schreibt:

        Mir geht es nicht um Zahlen. (Ich habe mit Mathe 5 Abitur gemacht.) Aber mann sollte das gewaltige Ausmaß der Sünde nicht vergessen und ins Gebet nehmen.

        • Claudia Sperlich schreibt:

          Ja, da sind wir uns natürlich einig!
          Natürlich gäbe es immer noch viel zu viele Abtreibungen, wenn es jährlich eine wäre.
          Natürlich gibt es eine Dunkelziffer.
          Aber ich halte es dennoch für sinnvoll, wenn ich auf die ganz leicht beweisbaren massenhaften Tötungen verweise – wo niemand behaupten kann, das sei „nur Theorie“. Die Zahlen, die dem gewiss nicht von lebensschützerischen Interessen geleiteten Statistischen Bundesamt vorliegen.
          Um einen sinnvollen Artikel über die Folgen von Nidationshemmern zu schreiben, müsste ich weit mehr recherchieren. Vielleicht tue ich auch das mal, aber nicht jetzt.

  4. Herr S. schreibt:

    Um mal auch positive Nachrichten von der Lebensrechtsorganisations-Front zu bringen:

    1000plus berichtete in einer ganzseitigen Anzeige in der letzten Ausgabe von „Die Tagespost“ 2018, dass sie im abgelaufenen Jahr 16000! Schwangerschaftskonfliktberatungen (konsequent ohne Beratungsscheinausstellung und zum Leben MIT dem Kind) durchgeführt haben!
    Nach wie vor mit einer hohen Erfolgsquote (angegeben sind „tausende Schwangere“, die sich für die Austragung des Kindes entschieden.

    1000plus fing vor rund 10 Jahren mal mit dem Ziel von jährlich 1000+x Beratungen an und steigert sich bislang rasant von Jahr zu Jahr, obwohl diese interkonfessionelle Lebensrechtsorganisation m.W. rein spendenfinanziert arbeitet.

    In diesem Jahr wollen sie eine Schwangerschaftskonflikt-Beratungsstelle in Berlin, DEM Brennpunkt und DER Hochburg an Abtreibungen in der Bundesrepublik einrichten.

    Ich rufe hiermit zur aktiven Unterstützung von 1000plus gemäß dem Motto von Bibel.tv auf:

    Weitersagen, Beten, Spenden!

    • Claudia Sperlich schreibt:

      Herzlichen Dank für diese wirklich wundervolle Nachricht!

    • akinom schreibt:

      Ja. Ich habe noch nie gehört, dass es eine Frau bedauert hat nicht abgetrieben zu haben. Das sagt mir im Umkehrschluss die Rückmeldung so vieler Frauen, die von 1000plus und anderen Beratung, Hilfe und Begleitung erfahren haben. Ich zähle nur zu den Betern.

      • Herr S. schreibt:

        Wir dafür vornehmlich zu den Weitersagern und Spendern – so ergänzen wir alle uns gegenseitig in guter Weise

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