Abendmahl und Eucharistie – ein Lutheraner antwortet

Mein neulich so heiß diskutierter Artikel „Abendmahl und Eucharistie“ wurde nun auf kath.net von dem emeritierten Superintendenten Wolfgang Schillhahn von der SELK (Selbständige Ev.-Luth. Kirche) gewürdigt und auch korrigiert:

Die bekenntnisgebundenen Lutherischen Kirchen (z.B. die Selbständige Ev.-Luth. Kirche in Deutschland [SELK]) und viele Theologen und Christen in den Landeskirchen bekennen mit der Augsburgischen Konfession (CA) vom Heiligen Altarsakrament: „Vom Abendmahl des Herrn wird gelehrt, dass der wahre Leib und das wahre Blut Christi wirklich unter der Gestalt von Brot und Wein im Abendmahl gegenwärtig sind und dort ausgeteilt und empfangen werden. Entgegenstehende Lehre wird deshalb verworfen.“

Die Reformation hat die Transsubstantiationslehre verworfen, weil man sie für eine theologisch-philosophische Theorie hielt, die ein Geheimnis beschreiben wollte, dass nicht zu beschreiben ist. Martin Luther aber hat sie anders beurteilt als die reformierte Abendmahlslehre, weil die Transsubstantiationslehre wenigstens an der Realpräsenz festhält. Unter diesem Aspekt sollten Lutheraner der katholischen Eucharistie näher stehen als den protestantischen Abendmahlsfeiern, sofern diese Zwingli oder Calvin folgen, die beide in sich auch noch unterschieden sind.

Da habe ich olle Katholikin Protestanten jeglicher Couleur und Lutheraner recht leichtfertig in einen Topf geworfen.

Warum dennoch eine Interkommunion selbst zwischen SELK und Katholiken nicht ohne weiteres geht, erklärt Herr Schillhahn auch. Trennendes nicht verschweigen, Unterschiede freundlich und geduldig erklären und sich an Gemeinsamkeiten freuen – so geht Ökumene!

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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30 Antworten zu Abendmahl und Eucharistie – ein Lutheraner antwortet

  1. gerd schreibt:

    „Damit wird die Behauptung widerlegt, dass es für einen Lutheraner vom „persönlichen Glauben abhängt, ob Brot und Wein gewandelt wird.“ (C. Sperlich) Christus, Gottes und Marien Sohn, ist nach lutherischem Glauben unter Brot und Wein „gegenwärtig, wird ausgeteilt und empfangen.“ Christi vollmächtiges Wort (Konsekration) aus dem Munde des ordinierten Geistlichen schenkt uns „den wahren Leib und das wahre Blut“, die Realpräsenz. Alle empfangen das Heilige Sakrament, „sie seien würdig oder unwürdig, fromm oder unfromm, gläubig oder ungläubig…“

    Dann stellt sich mir wiederum die Frage was genau ein „ordinierter Geistlicher“ ist. Ist er ein Priester, der durch die Weihe sein Amt empfängt, so wie es die katholische Kirche versteht? Soweit ich es verstehe, lehnen die Lutheraner die Priesterweihe als Sakrament ab. Nun meine höfliche Frage: Kann ein nicht geweihter aber ordinierter Geistlicher die Wandlungsworte gültig sprechen? Wenn ja, dann könnte ich das auch, oder Frau Sperlich oder jeder andere. Wenn nein: Worüber reden wir dann genau?

    • Herr S. schreibt:

      Die Zusage des Herrn in Mt18,20 gilt nach meiner Auffassung für jede Art von Christen, die am Wort Gottes festhalten und sich in Seinem Namen versammeln, egal welcher christlichen Konfession sie angehören.
      So auch z.B. für evangelisch-lutherische Christen, wenn sie sich zusammen mit ihrem ordinierten Geistlichen zum Gottesdienst versammeln und darin auch das Abendmahl feiern.
      M.W. ruft der Geistliche die Worte des Herrn bei Seinem letzten Abendmahl vor Seinem gewaltsamen Tod laut und feierlich ins Gedächtnis der teilnehmenden Gemeindemitglieder. Sodann nehmen diese das Abendmahl in Form von Brot und Wein ein.

      Wollen Sie, Gerd, wirklich entscheiden, ob nicht der Herr aus Gnade und Barmherzigkeit doch auch gerade in diesen Gestalten von Brot und Wein zu unseren evangelischen Glaubensgeschwistern kommt?
      Ich jedenfalls maße mir hier kein endgültiges Urteil an, wenngleich ich als gläubiger römischer Katholik aus Gründen des Gehorsams gegenüber unserem kath. Lehramt und des Zeugnisgebens für meine Konfession derzeit nicht am evangelischen Abendmahl teilnehmen würde.

      • gerd schreibt:

        „Wollen Sie, Gerd, wirklich entscheiden, ob nicht der Herr aus Gnade und Barmherzigkeit doch auch gerade in diesen Gestalten von Brot und Wein zu unseren evangelischen Glaubensgeschwistern kommt?“

        Nein, will ich nicht. Wie kommen sie darauf? Ich frage nur nach.

        • Herr S. schreibt:

          Nur, weil Sie schon wieder etwas an den Evangelischen herumzusticheln hatten – diesmal an deren ordinierten Geistlichen.

        • Herr S. schreibt:

          Typisch für Sie ist übrigens, dass Sie nicht allein bei mir auf ein Posting differenziert und sachlich eingehen, sondern sich wiederholt einen einzigen Satz herauspicken, diesen zitieren und nur darauf mehr oder weniger zugespitzt „antworten“.
          So ist eine sachliche Diskussion mit Ihnen erschwert bis unmöglich.

        • gerd schreibt:

          „So ist eine sachliche Diskussion mit Ihnen erschwert bis unmöglich.“

          Fühlen sie sich nicht gezwungen auf meine Kommentare zu antworten.

        • gerd schreibt:

          Im übrigen denke ich, dass wir gar nicht so weit entfernt von der katholischen Sicht der Dinge sind. Sie schreiben ja selber, dass sie aus Gründen des Gehorsams derzeit nicht am evangelischen Abendmahl teilnehmen würden. Das deckt sich mit meiner Auffassung.

        • Herr S. schreibt:

          Sie, Gerd, hatten eine “ höfliche Frage“ in Ihrem Post gestellt. Aber das war in Wirklichkeit keine wahre sondern eine rhetorische Frage.
          Auf eine rhetorische Frage erwartet der Fragende nämlich keine (informative) Antwort, sondern es geht ihm dabei um die verstärkende Wirkung seiner Aussage. Der Sprecher drückt durch die rhetorische Frage seine eigene Meinung aus.
          In diesem Fall nämlich, dass ordinierte evangelische Geistliche „mangels Priesterweihe die Wandlungsworte nicht gültig sprechen“ können.
          Ich habe Ihnen versucht, darauf sachlich zu antworten mit des Herrn biblisch bezeugte Anwesenheits-Zusage aus Mt18,20 an in Seinem Namen versammelte Christen.
          Ich habe -vielleicht im Gegensatz zu Ihnen – schon mehrfach evangelische Abendmahlsfeiern im Fernsehen und teilweise sogar direkt erlebt und Ihnen kurz aus dem Gedächtnis daraus zitiert.
          Meinerseits stellte ich Ihnen die Frage, ob Sie denn wirklich entscheiden wollen, ob nicht vielleicht doch der Herr die Gnade walten lässt, bei evangelisch-lutherischen Abendmahlsfeiern, wo der Geistliche und die Gläubigen glauben, dass Er in Brot und Wein anwesend ist, wirklich in diesen beiden Gestalten auch dort zugegen zu sein?
          Sie antworteten, Sie wollten dieses nicht entscheiden.
          Warum stellten Sie dann solch eine rhetorische Frage und lassen nicht einfach mal die evangelischen Glaubensgeschwister hier in Respekt und Achtung deren Glaubensauffassung praktizieren?
          Die heute lebenden Christen können nichts mehr für die Spaltung der Christenheit in der Zeit der Reformation.
          Wie Sie und und ich nicht für die Fehler z.B. der katholischen Renaissance-Kleriker verantwortlich gemacht werden sollten, so ist es umgekehrt auch mit den jetzt lebenden evangelischen Christen, die wir z.B. auch nicht pauschal und undifferenziert für die Verteufelungen der Päpste oder der Juden durch Reformators wie Luther haftbar machen sollten.
          Mir selbst macht allerdings viel mehr zu schaffen, dass innerhalb bestimmter liberaler Kreise innerhalb der katholischen Kirche, versucht wird, uns ein anderes verändertes Eucharistieverständnis unterschwellig beizubringen.
          Ich hatte über einen solchen drastischen und sehr ärgerlichen Fall aus eigener Erfahrung in meinem Kommentar unter der letzten kritischen einschlägigen Buchbesprechung zum Verstehen Eucharistie von Claudia Sperlich berichtet.
          DAS ist etwas, was mich als glaubenstreuen Katholiken viel mehr aufregt, wenn man in meiner Kirche mich mehr oder weniger subtil umerziehen will, als wenn z.B. von Geburt an evangelisch-lutherische Christen ihren Glauben auf ihre ihnen vertraute Art praktizieren.

        • gerd schreibt:

          „Aber das war in Wirklichkeit keine wahre sondern eine rhetorische Frage“

          Aber höflich gestellt….;-) Meine Motivation hier zu kommentieren, liegt in der Erkenntnis, dass es Unterschiede zwischen den Konfessionen gibt, die nicht zu leugnen sind, die aber in der Praxis(!) geleugnet werden. In unserer Gemeinde gehen „selbstverständlich“ auch protestantischen Christen zu Kommunion und werden von katholischen Geistlichen öffentlich dazu aufgefordert und eingeladen.
          „Wenn ich im Gästehaus unserer Abtei in Münsterschwarzach Kurse gebe, lade ich immer alle ausdrücklich ein, zur Kommunion zu gehen, weil manche evangelische Christen sich nicht trauen.“ Soweit z.B. Anselm Grün der Schriftsteller und Benediktiner Mönch. Das impliziert einen Glauben von der Eucharistie, der beliebig ist. Jeder kann und jeder soll. er braucht keine Angst zu haben. Wenn ich das auch „rhetorisch“ hinterfrage sehe ich mich regelmäßig mit dem Vorwurf konfrontiert, ich würde den protestantischen und evangelischen Christen nicht mit Respekt und Achtung begegnen und/oder ihnen den Glauben absprechen. Das allerdings würgt eine vernünftige Diskussion von vornherein ab.

        • Herr S. schreibt:

          @Gerd
          In der strikten Ablehnung der Interkommunion zum derzeitigen Zeitpunkt quasi durch die Hintertür, wie Sie es in der eigenen Gemeinde und in Münsterschwarzach beschreiben, bin ich mit Ihnen übereinstimmend gleicher Meinung.
          Wie gesagt ärgern mich auch Versuche einer Umerziehung innerhalb unserer RKK (s.mein Posting zu dem kürzlich hier im Blog erschienenen Artikel https://katholischlogisch.blog/2018/06/15/vom-segen-der-zerbrechlichkeit-grundworte-der-eucharistie/#comments).
          Allerdings sollten wir uns hüten, von den evangelischen Christen herablassend oder gar abfällig zu reden, denn sie sind auch Christen.
          DAS und nur DAS war meine Kritik an Ihnen, Gerd.

  2. akinom schreibt:

    Ich habe evangelische Bischöfe weinen sehen, die bei einem Pontifikalamt nicht kommuniziert haben. Mehrere Jahre war ich in einem evangelischen Bibelkreis, geleitet von einem Pastor, der mir „katholischer“ zu sein schien, als die Priester unserer Gemeinde. Er litt sehr darunter, dass Luther das Sakrament der Beichte abgeschafft hat. Erinnern möchte ich auch an katholische und evangelische Martyrer im Dritten Reich. Sie alle tun mehr für die Ökumene als alle „Regenbogen-Christen“, wie ich sie nennen möchte, gemeinsam. Ich weiß nicht mehr, wer es sagte: „Wir glauben alle nicht mehr, dann können wir das auch gemeinsam tun!“ Von Katholiken wünsche ich mir, dass sie lieber die Eucharistie fasten, als das Sakrament der Versöhnung.

    • gerd schreibt:

      Wenn evangelische Bischöfe weinen und evangelische Pastoren leiden, warum tun sie dann nicht das nächstliegende?

      • akinom schreibt:

        Wer bin ich, das zu be- oder verurteilen? Ich spüre aber, dass sie dem Kreuz nicht ausweichen, sondern sich mit ihm vereinen und sich davon zutiefst erschüttern lassen. Sonst hätte es nicht einen so nachhaltigen Eindruck in meinem – und vielleicht auch anderen – Herzen hinterlassen. Geheimnis des Glaubens!

        • gerd schreibt:

          Es geht doch nicht um beurteilen oder verurteilen. Wenn jemand leidet, möchte man doch automatisch, dass er nicht leidet. Oder bin ich hier der einzige der das so sieht? Der Pastor von dem sie sprachen litt darunter, dass Luther das Sakrament der Beichte abgeschafft hat. Die katholische Kirche hat ihn (Luther) u.a. darauf hin exkommuniziert. Sie hat ihn verurteilt! Ausgeschlossen! Wenn nun der Pastor unter einer Irrlehre leidet, ist es doch wohl menschlich wenn er sich der wahren Lehre anschließt, die das Sakrament der Beichte weiterhin bestehen lässt. Zumal er das ja anscheinend bedauert. Warum also nicht zurück kehren?

    • Herr S. schreibt:

      @akinom
      Die evangelische Kirche kennt zwar kein SAKRAMENT der Beichte aber die Beichte als solche schon:
      https://www.ekd.de/Beichte-11047.htm

  3. windberg schreibt:

    Was ist die Ordination in der SELK? Ist sie verschieden von einer Priesterweihe?

    „Ordinator: Knie nieder, dass wir dich ordinieren zum Amt der Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung, indem wir dir die Hände auflegen und über dir beten:… Barmherziger Gott, himmlischer Vater, durch den Mund deines lieben Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, hast du zu den Deinen gesagt: „Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende.“ Auf deinen göttlichen Befehl bitten wir dich daher von Herzen, du wollest diesem deinem Diener deinen Heiligen Geist geben, dass er sein Amt im Segen ausrichte und treu und fest bleibe gegen alle Versuchungen und Anfechtungen von Teufel, Fleisch und Welt, damit dein Name geheiligt, dein Reich gemehrt und dein Wille vollbracht werde. Wehre auch allen Feinden deiner Kirche, die deinen Namen lästern, dein Reich bekämpfen und deinem Willen widerstreben und mache ihrem Wirken ein Ende. Erhöre gnädig unser Gebet. Dies glauben wir und darauf vertrauen wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn.
    Gemeinde: Amen.

    Hierauf legen der Ordinator und die Assistenten dem Ordinanden erneut die Hände auf. Der Ordinator spricht:
    Kraft der Vollmacht, die Jesus Christus seiner Gemeinde gegeben hat, überantworten wir dir durch Gebet und Auflegung unserer Hände das Amt der Kirche. Wir segnen, ordnen und senden dich zum Dienst am Wort und Sakrament. Im Namen + des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
    Die Assistenten und anderen am Altar Versammelten: Amen.

    Nun (legt) der Ordinator dem Ordinierten die Stola um und (spricht):
    Diese Stola, das Sinnbild des Joches Christi, lege ich dir als Zeichen deines Amtes um. Christus spricht: Mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

    Ordinator zu dem Ordinierten:
    So gehe nun und weide die Herde Christi, die dir befohlen ist, nach Gottes Willen, nicht gezwungen, sondern willig; nicht um schändlichen Gewinnes willen, sondern von Herzensgrund, nicht als einer, der über die Gemeinden herrsche, sondern werde ein Vorbild für die Herde! So wirst du, wenn erscheinen wird der Erzhirte, die unverwelkliche Krone des Lebens empfangen. (1 Petrus 5, 2-4)

    Der Herr segne dich, dass du viel Frucht schaffst und deine Frucht bleibe.“
    Gerd, urteile selber. Pax et bonum.

    • Claudia Sperlich schreibt:

      Willkommen und Dank für diesen Kommentar.
      Wieweit das Weiheverständnis der SELK mit dem katholischen Weiheverständnis vergleichbar ist, weiß ich nicht. – Die SELK scheint mir insgesamt die „katholischste“ unter den Kirchen evangelischer Provenienz. Ich kann darüber aber wirklich nicht mehr sagen. Abgesehen davon geht es bei dem Streit um die Interkommunion ja keineswegs nur um die SELK.
      Allerdings bin ich, nachdem ein Theologe der SELK ja offenbar gesagt hat, daß die Interkommunion keine gute, redliche Sache ist, umso mehr der Ansicht, daß das Verbot zu Recht besteht.

    • gerd schreibt:

      Danke @windberg für diese Beschreibung des Ritus einer feierlichen Einsetzung in das Amt des evangelischen(?) Pfarrers!
      Das katholische Pendant:
      https://www.erzbistum-muenchen.de/glaube/sakramente/weihe/cont/74474

      Es gibt Unterschiede, im Ritus, die allerdings das Verständnis von der Weihe zwischen den Konfessionen nicht gänzlich erklären können.

  4. Claudia Sperlich schreibt:

    Ich glaube ja, das schon ein, zwei oder dreimal oder öfter erklärt zu haben, und nicht als einzige: Wer zur Eucharistie Amen sagt, sagt auch Amen zum vorhergehenden Hochgebet. Damit sagt er Amen zur katholischen Kirche als Ganzes. Wer das nicht kann (und zwar gleichgültig, welcher Denomination er angehört), solls halt lassen.
    Vergleichbares gilt fürs Abendmahl.

  5. Herr S. schreibt:

    Ich möchte auf einen lesenswerten Artikel des kathol. Neutestamenlers Dr. W. Kleine hinweisen:
    https://www.dei-verbum.de/reifepruefung/

    Er zitiert darin u.a. aus der Enzyklika des Hl. Johannes Paul II. „Ecclesia de Eucharistia“, wonach einzelne Christen anderer Konfession doch gültig die hl. Kommunion gültig und offiziell empfangen dürfen!

    • Claudia Sperlich schreibt:

      Ja, und in dem zitierten Schreiben steht ausdrücklich – in ein und demselben Absatz – daß eine Interkommunion grundsätzlich eben nicht möglich ist, sondern nur in ganz besonderen Einzelfällen.
      Nebenbei beginnt der zitierte Artikel mit einem geradezu ekelhaften Papstbashing.

      • Herr S. schreibt:

        Richtig – es war in der Enzyklika Johannes Paul II. nur von der Kommunionspendung an EINZELNE Christen anderer Konfession die Rede.
        Von einer Zulassung der Interkommunion habe ich nichts geschrieben – und der rede ich auch in keiner Weise das Wort.
        Nur um das nochmals klarzustellen, verehrte Frau Sperlich.
        Inwieweit man die Einleitung des katholischen Theologen Dr. Wolfgang Kleine zu seinem Aufsatz, in dem er die Handreichung der DBK zur Kommunionspendung an Nichtkatholiken eben vor dem Hintergrund von „Ecclesia de Eucharistia“ als unnötig kritisiert, als „ekelhaftes Papstbashing“ [an Papst Franziskus] werten möchte, ist für mich nicht nachvollziehbar.
        Denn Dr. Kleine zitiert hier lediglich bestimmte enttäuschte Kreise im liberalen Lager des deutschen Katholizismus (und Protestantismus?), denen es offenbar mit einer Interkommunion gar nicht schnell genug gehen kann und die in ihrer Enttäuschung nun ihrerseits teilweise den amtierenden Papst maßlos überzogen angreifen, weil seitens des Vatikan die Handreichung der DBK zurückgewiesen wurde.

        • Claudia Sperlich schreibt:

          Der Vorwurf der Wortbrüchigkeit ist wahrlich heftig, und ich sehe ihn keinesfalls als erwiesen an.

        • Herr S. schreibt:

          Richtig – aber den Vorwurf hat eben nicht der Verfasser des Artikels, Herr Dr. Kleine, erhoben.
          Deshalb ist es m.E. nicht ok, ihm das anzulasten.

  6. akinom schreibt:

    Tief beeindruckt hatte mich vor Jahren die Lebensgeschichte und das Buch von Prof. Klaus Berger: „Glaubensspaltung ist Gottesverrat . Wege aus der zerrissenen Christenheit.“ Sein persönlicher Kreuzweg führte – wie ich mich zu erinnern glaube – auch über die SELK. Ich vertraue fest darauf, dass der Heiland auch heute noch Umwege über Emmaus mitgeht

    • Claudia Sperlich schreibt:

      Dank für diesen Hinweis. Klaus Berger ist ja jedenfalls einer, der erfrischend verbindlich über den Glauben schreibt. Das erwähnte Buch kenne ich noch nicht, kommt auf meinen virtuellen Bücherstapel.

  7. example87638 schreibt:

    Als nicht wirklich fleißiger freikirchlicher „Kirchgänger“, konnte ich beim Einkaufen an einem Montag, in einem Dorf an der Bergstraße, folgenden Gesprächsfetzen zwischen zwei reifen Frauen erlauschen ; die Evangelische zur Katholikin: “ Der(gem. Ist der Herr Jesus) ist doch dort oben im Himmel. Wofür muss der denn jetzt in dem Stück Brot sein?“
    Mal sehen, wer da noch antwortet. Denn m.E. offenbart sich darin der ganze Mangel an Übereinstimmung.

    • Claudia Sperlich schreibt:

      Willkommen, example. Ich habe den Kommentar leider eben erst gefunden.
      Das ist nun allerdings bloß eine Anekdote und ganz sicher nicht eine Offenbarung irgendeines Sachverhaltes. Warum Jesus „in dem Stück Brot sein“ muss, ist schlicht die falsche Frage. Zunächst einmal ist er nicht in dem Brot, sondern das Brot ist durch die Transsubstantiation Er. Jeder Krümel davon. Sodann ist in den letzten 1700 Jahren wirklich oft und ausführlich genug erklärt worden, was es mit der Transsubstantiation auf sich hat und daß Jesu Worte „Das ist mein Leib – das ist mein Blut“ wörtlich zu nehmen ist. Lutheraner haben ja, wie bemerkt, gar nichts dagegen. Und schließlich wird Jesu Realität auch nicht durch eine ahnungslose Christin (oder sehr viele ahnungslose Christen) widerrufen. Sollte man als Freikirchler eigentlich auch wissen.

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