Vor zwanzig Jahren

Am 3. Juni 1998 verunglückte ein Zug bei Eschede. 101 Menschen starben, 88 wurden schwer verletzt. Es ist davon auszugehen, daß von den Schwerverletzten viele noch immer an den Folgen leiden.

Die meisten Toten waren in einem Zustand, daß man ihren Angehörigen nicht zumuten wollte, sie noch einmal zu sehen.

Fünf der Toten konnten nicht identifiziert werden. Ihre Angehörigen wissen bis heute nicht, was mit ihnen passiert ist.

Heute ist die äußere Feier des Festes Fronleichnam. Es ist ein Tag jubelnder Freude. Zugleich ist es für mich ein Tag des Gebetes für die Seelen der Toten – auch die meiner Nichte Muriel -, für die Überlebenden und die Trauernden und für alle, die von dem Unglück berührt wurden (dazu gehören auch die Sanitäter, Polizisten, Feuerwehrleute, Mitarbeiter der Identifizierungskommission und freiwilligen Helfer).

Herr Christus, erbarme Dich.

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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