Trinitatismarmelade und himmlischer Kuchen

Gestern gab es Nektarinen und Pfirsiche sehr günstig. Sie mussten aber schnell verbraucht bzw. verarbeitet werden. Also kochte ich heute, am Dreifaltigkeitssonntag, Marmelade aus dreierlei Obst – Nektarinen, Pfirsiche, Äpfel. Alle drei sind Obst, jede für sich ist wohlschmeckend und gesund, und jetzt sind sie untrennbar vereint… hier endet die Analogie. Denn sie sind vermischt, und sie sind, obwohl in festschließenden Gläsern konserviert, nicht ewig. (Dreizehn Gläser Marmelade. Das hält aus hausfraulicher Sicht schon eine Weile, aber sub specie aeternitatis nur kurz.) Außerdem braucht der Dreieine Gott keinen Gelierzucker. Der bleibt auch so gut und fest für immer und ewig.

Mehrere gute Zutaten, die einfach noch im Haus waren, transformierte ich zu einem Kuchen. Und er schmeckt wirklich himmlisch, sofern im Himmel Kuchen gegessen wird.

Zur Kirche gehen, bei schönem Wetter viel Rad fahren, zu Hause Marmelade und Kuchen herstellen und dabei an Gott, Himmel und Ewigkeit denken: das ist doch ein gelungener Sonntag Trinitatis!

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About Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
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