Denkt nicht, Ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen!
Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn Ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; und die Hausgenossen eines Menschen werden seine Feinde sein. Wer Vater oder Mutter mehr liebt als Mich, ist Meiner nicht wert, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als Mich, ist Meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und Mir nachfolgt, ist Meiner nicht wert.
Wer das Leben findet, wird es verlieren; wer aber das Leben um Meinetwillen verliert, wird es finden. Wer euch aufnimmt, der nimmt Mich auf, und wer Mich aufnimmt, nimmt den auf, der Mich gesandt hat. Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten. Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist – amen, Ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen.
Als Jesus die Unterweisung der zwölf Jünger beendet hatte, zog Er weiter, um in den Städten zu lehren und zu predigen.Matthäus 10,34-11,1
Jesus will nicht, dass wir uns zerstreiten, gar mit Waffengewalt. Was Er aber fordert, ist ein klares Bekenntnis: Nichts ist wichtiger als Gott, nicht einmal die Familie! Wenn jemand sich als einziger in der Familie zum Dreieinen Gott bekennt, gibt das Ärger – und den muss er dann aushalten, auch wenn er Ärger und Trennung wie ein Schwert empfindet. Wer nicht bereit ist, nötigenfalls sogar die Familie zu verlassen, die ihn vom Glauben an Jesus Christus abbringen will, der ist eben nicht bereit für den Herrn.
Als ich mit 22 Jahren Christin wurde, führte das zu heftigem Streit in der atheistisch geprägten Familie. Es dauerte lange, bis die meisten Familienmitglieder erfasst hatten, dass ich nicht komplett durchgedreht, verrückt, Angehörige einer finsteren Sekte geworden war, sondern einfach Christin katholischer Prägung. Ich habe selbst lange gebraucht, um einen freundlichen Modus zu finden, wenn die Sprache darauf kam.
Bemühen wir uns nach Kräften, mit anderen, auch Un- und Andersgläubigen, gut auszukommen – selbst mit der eigenen Familie, wo es zuweilen am schwierigsten ist. Aber suchen wir das Auskommen nicht um den Preis der Treue zu Jesus und Seiner Kirche.
Wundern wir uns nicht, wenn andere, auch Nahestehende, ihre Probleme damit haben, dass wir Christus folgen. Und hören wir um des Himmels Willen nicht auf, Ihm zu folgen! Er ist wert, alles für Ihn zu verlassen. Und keine Familie, Freundschaft, Arbeitsstelle oder Gemeinschaft der Welt ist es wert, sich um ihretwillen von Ihm abzukehren.
Das sagt sich alles leicht in einem Land, wo wir Christ sein dürfen, ganz legal, und wo es weder erlaubt noch üblich ist, zum Christentum übergegangene Familienmitglieder zu töten. Zur Nachfolge gehört auch, für die verfolgten und drangsalierten Christen jeglicher Konfession zu beten, und es kann nie schaden, sich an ihrem Mut ein Beispiel zu nehmen.



