Melodie: Dich liebt, o Gott, mein ganzes Herz (Berliner Anhang GL 752)
Pilatus fragt. Die Menge gellt.
Verurteilt ist der Herr der Welt.
Der Retter steht vor dem Gericht,
die Finsternis verschlingt das Licht.
Soldaten treiben Spott und Hohn.
Dann laden sie dem Menschensohn
den Balken auf und treiben Ihn
fort vom Palast, zur Richtstatt hin.
Der Weg ist steil, das Kreuz ist schwer,
die Geißelwunden schmerzen sehr.
Der starke Jesus stolpert, fällt.
Wo ist der Engel, der Ihn hält?
Maria muss voll Trauer seh’n
den Sohn und Herrn zum Tode geh’n.
Ihr Mutterherz ist so allein.
Er sieht voll Liebe ihre Pein.
Und Simon kommt den Weg entlang,
er trägt das Kreuz erst unter Zwang,
doch leidet mit und stützt den Herrn,
ist Jesus in der Not nicht fern.
Sie drückt ein Tuch ganz sanft und licht
dem Herrn aufs blutige Gesicht.
In deinem Tuch, Veronika,
ist Jesu Abbild für uns da.
Der Herr stürzt hin zum zweiten Mal,
Sein ganzer Leib voll Schmerz und Qual.
Wir fallen oft aus eigner Schuld,
Er aber hilft uns voll Geduld.
Die Frauen weinen. Jesus sagt:
„Die Kinder und euch selbst beklagt!“
Es kommt noch manche harte Zeit,
doch Jesus kennt all unser Leid.
Die wunden Füße tragen nicht
den guten Herrn, der Welten Licht.
Warum erzittert nicht die Welt,
als Er zum dritten Male fällt?
Auf Golgota, dem Schreckensort,
nimmt man Ihm Seine Kleider fort.
Den üblen Blick der Menge spürt
der, dem doch alles Lob gebührt.
Das Eisen dringt durch Fuß und Hand
dem, der mit Gott uns neu verband.
Die Schuld der Welt den Reinen schlägt.
Das Kreuz trägt den, der alles trägt.
Am Kreuze stirbt der Menschensohn.
Der Herr zahlt aller Sünden Lohn.
Die Erde bebt, ist aus dem Lot.
Die Welt ist finster, Jesus tot.
Vom Kreuz genommen wird Er nun,
im Schoß der Mutter darf Er ruh’n.
Der Sohn ist tot. Maria weint,
kein Licht in ihre Trauer scheint.
In Josefs Felsengrab liegt der,
dem dient der Engel lichtes Heer.
Das Grab verschließt ein schwerer Stein.
Verschlossen ist der Hoffnung Schrein.
Doch Jesus bleibt im Grabe nicht,
Er siegt und lebt, Er ist das Licht.
Der Leben uns und Liebe gab,
ist stärker noch als Tod und Grab.
© Claudia Sperlich



Liebe Claudia, danke für Dein schönes Kreuzweglied!
Danke auch für Deine Begleitung durch die österliche Bußzeit mit all Deinen wertvollen Beiträgen und danke, dass Du für die Wahrheit streitest in all den Beiträgen, die sich mit dem Bösen, den Irrtümern, Irrlehren, den vielen Lügen befassen!
Der Herr segne Dich und schenke Dir Kraft für Deine guten Vorsätze und viel Freude der Überwindung!
Bettina
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Danke für diese lieben Worte!
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