Johannes der Täufer hat klar gesehen, dass Jesus kein Zeichen der Umkehr und Vergebung nötig hatte. Der Herr, der ganz frei von Sünde war, bestand trotzdem darauf, sich taufen zu lassen.
Die orthodoxe Kirche sieht in Jesu Untertauchen im Wasser eine Heiligung des Wassers. Der vollkommen Reine teilt dem Wasser Seine Reinheit mit.
Die Taufe ist auch beispielgebend. Jesus hat immer wieder dazu aufgerufen, so zu handeln wie Er. Verzeihen, lieben, erdulden, Gerechtigkeit herstellen, beten – das sollen wir alles nach Seinem Beispiel tun. Die Taufe erbitten und sich taufen lassen ist auch Sein Beispiel.
Die Taufe heißt auch: Untertauchen und wieder auftauchen (auch wenn heute in der katholischen Kirche nur ein Übergießen mit Wasser stattfindet). Das ist ein Bild für Tod und Auferstehung. Diese Erklärung leuchtet mir am meisten ein. Jesus hat am Kreuz die Sünden aller Menschen auf sich genommen. Bereits in der Taufe hat er gewissermaßen die Erlösungsbedürftigkeit aller Menschen auf sich genommen.
Der Heilige Geist kommt ins Spiel, als Jesus unmittelbar nach der Taufe betet. Da öffnet sich der Himmel, da wird der Geist Gottes spürbar. Auch das ist Beispiel für uns. Wenn wir beten, öffnet sich der Himmel. Gott hört unser Beten, Er ist anwesend, Er handelt – auch wenn wir es nicht merken.
Jesus ließ sich taufen, weil Er uns liebt. Weil Er will, dass wir getauft sind, dass wir beten und dass sich über uns der Himmel öffnet.



Liebe Frau Sperlich,
danke für Ihre Ausführungen über die Taufe. Dass wir einander lieben und verzeihen sollen und dazu die Hilfe Gottes und des Heiligen Geistes benötigen, kommt in einer besonderen Form hier zum Ausdruck: Kleines Lied, Ich danke Dir, Herr Jesu Christ, daß Du herabgekommen bist.
Mit herzlichem Gruß
Hans-Jürgen Caspar
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Danke für den Kommentar! Ja, das Lied sagt es noch mal sehr deutlich.
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