Heiligster Name Jesu

So heißt das Fest, das die katholische Kirche heute begeht. Zur Geschichte des Festes – mit knapp fünfhundert Jahren aus kirchlicher Sicht noch recht jung – gibt Wikipedia Auskunft.

Es war im antiken Israel üblich, Kindern „sprechende“ Namen zu geben, die gewissermaßen Lebensprogramm sein sollten. Jeschua (latinisiert Jesus) heißt „Gott rettet“. Jesus, der Gott ist, rettet – darin sind Christen sich einig. Warum aber heißt Er nicht Immanuel, „Gott ist mit uns“? Jesaja kündet doch:

Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau hat empfangen, sie gebiert einen Sohn und wird ihm den Namen Immanuel geben.

Jes. 7,14

Matthäus bestätigt das und ändert den Text des Propheten ein wenig: Jesaja sagt „die Jungfrau … wird ihm den Namen Immanuel geben“; bei Matthäus heißt es „sie werden Ihm den Namen Immanuel geben“; er kündigt also an, daß man diesen Jesus als den verheißenen Immanuel erkennen wird.

Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; Ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn Er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Siehe: Die Jungfrau wird empfangen / und einen Sohn gebären / und sie werden Ihm den Namen Immanuel geben, / das heißt übersetzt: Gott mit uns. Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. Er erkannte sie aber nicht, bis sie ihren Sohn gebar. Und er gab Ihm den Namen Jesus.

Mt. 1,21-25

Joseph handelt bei der Namensgebung nicht eigenmächtig; Maria wurde ja schon vorher von einem Engel besucht, der ihr diese Namensgebung befahl.

Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn wirst du gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben.

Lk. 1,26-31

Das Matthäusevangelium schließt mit den Worten des Auferstandenen:

Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht und macht alle Völker zu Meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was Ich euch geboten habe. Und siehe, Ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

Mt. 28,18-20

Der Mann, der „Gott rettet“ heißt und diesen Namen vollständig erfüllt, erklärt und bestätigt am Ende: Er ist für immer der „Gott ist mit uns“, der Immanuel. Er ist der, der den „Gottseibeiuns“ vollständig besiegt und vernichtet. Jesus ist Gott.

Und in keinem anderen ist das Heil zu finden. Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen.

Apg. 4,12

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
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