Kundschaft nach meinem Herzen

Ich schreibe ja zuweilen für Zeitschriften. Tagespost (zuletzt die vom 12.8.2021) und X451 (jede Nummer) sind dabei, und seit Neuestem auch Durchblick – im Oktober wird dort zum ersten Mal ein Artikel von mir erscheinen. Thema: Engel.

Übrigens nicht, weil ich da angefragt habe, sondern weil die hier angefragt haben. Und das ist nun wirklich Arbeit nach meinem Herzen, wenn nicht ich arbeitsuchend hingehe und frage, ob vielleicht bitte, bitte jemand meine Fähigkeiten brauchen könnte – sondern wenn andere zu mir kommen und fragen, ob ich bitte, bitte für ihre Zeitschrift schreiben könnte. Es solle mein Schaden nicht sein.

Millionär wird man auf diese Weise zwar eher nicht. Aber besser als Teller waschen ist es jedenfalls, und Millionäre gibt es wahrlich genug und zu viele.

Ich schreibe und kann mir keinen schöneren Beruf vorstellen, auch wenn es mühsame Zeiten gibt, auch wenn ich zuweilen Probleme habe, die ein Millionär nicht hat, und auch wenn mir manchmal durch den Kopf geht, was Heinrich Heines Onkel, der Bankier Salomon Heine, angeblich über seinen Neffen sagte: „Hätt’ er gelernt was Rechtes, müsst er nicht schreiben Bücher.“

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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6 Antworten zu Kundschaft nach meinem Herzen

  1. Mariechen bloggt schreibt:

    oha, das ist lustig. Ich hab‘ auch grad‘ Engel vor der Flinte, Thema lautet „Engel in der Tora“.

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  2. Matthias Hergert schreibt:

    Liebe Frau Sperlich,

    es ist schön, wenn man gefragt wird, wenn angefragt, wenn dringend gebeten wird: Bitte, bitte, Frau Sperlich, schreiben Sie für unsere Zeitschrift. Ach, man wird geschätzt! Nicht nur von Lesern des Blogs. Nein, sogar von großen Zeitschriften. Auch die wollen meine Kommentare, meine Gedanken, mein Wissen! Mmmmh… Vergessen Sie, liebe Frau Sperlich, dabei nicht uns, Ihre einfachen Leser, die auch fortan an Ihrem Wissen weiterhin teilhaftig werden wollen. Auf Sie trifft wahrlich das Wort des großen Jesus Sirach zu: „Verborgene Weisheit und versteckter Schatz, was nützen sie beide? Besser ist einer, der seine Torheit verbirgt, als einer, der seine Weisheit verbirgt.“ (Sir 41,14-15)

    Viel Erfolg und des Schutzengels Rat
    Ihr Matthias Hergert

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    • Claudia Sperlich schreibt:

      Lieber Herr Hergert,
      da haben Sie mal gar keine Sorge. Ich blogge – wenn auch unregelmäßig – viel zu gerne, und ich freue mich viel zu sehr an diesem Blog, um ihn aufzugeben. Warum sollte ich auch? Bloggen ist ja unabhängig vom Haben oder Nichthaben!

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  3. Hans-Jürgen Caspar schreibt:

    Liebe Frau Sperlich,

    es freut mich sehr für Sie, dass Sie im Oktober auf Einladung etwas über Engel schreiben werden – ein interessantes Thema, auf dessen Bearbeitung aus Ihrer Sicht ich schon gespannt bin.

    Viele Grüße
    Hans-Jürgen Caspar

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    • Claudia Sperlich schreibt:

      Soviel kann ich schon verraten: Um auch nur annähernd alles zu erfahren, was ich über Engel sagen könnte – geschweige denn, was überhaupt über Engel sagbar ist – langt der Raum eines Zeitungsartikels nicht. Aber ich habe mir einen kleinen Aspekt herausgepickt.

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