Schützt Euch und andere!

Man weiß es inzwischen wirklich. Eine selbstgemachte Atemschutzmaske schützt in geschlossenen Räumen (also z.B. beim Einkaufen) einen selbst und – noch mehr – den Nächsten. Der Selbstschutz beruht wesentlich auch darauf, daß man sich mit einer Atemschutzmaske nicht so leicht unbewußt ins Gesicht fasst, wenn man gerade einen Einkaufwagen geschoben oder sonst etwas Virenbelastetes angefasst hat.

In meiner freiwilligen Quarantäne hatte ich Zeit, mir zwei simple Nähanleitungen aus dem Internet zu holen. Hübschen Baumwollstoff habe ich auch. Allerdings habe ich keine Nähmaschine, die Masken sind also wirklich reine Handarbeit. Die Bindebänder der einen sind aus Stoffstreifen genäht, das war der räumlich und zeitlich längste Teil der Arbeit. Ich habe dabei Radio Horeb gehört und beschlossen, das sollte ich viel öfter tun.

Zwei grundverschiedene Aussagen berufen sich auf Messungen.
1. Baumwolle, ungefähr von der Stärke handelsüblicher Geschirrtücher, kann bei richtiger Verarbeitung schon eine ganze Menge Viren abhalten – laut Messungen zwischen 60% und 79%, also nicht so viel wie die besten Chirurgenmasken (98%), aber doch genug, um zu sagen: Eine selbstgemachte Atemschutzmaske ist viel, viel besser als gar keine.
2. Eine Atemschutzmaske schützt nur den Nächsten davor, durch mein Niesen, Husten oder lautes Reden meine Viren abzubekommen.

Das heißt: Ob ich mich selbst damit wirksam schütze, weiß ich nicht – kann es aber immerhin hoffen. Jedenfalls aber schütze ich meinen Nächsten, falls ich infiziert bin – und wenn ich es nicht bin, schütze ich ihn zumindest vor der Angst vor Infektion. Oder vor einer banalen Erkältung, die ich ja auch haben könnte.

Abgesehen davon hilft sie zur Disziplin auf zwei Weisen. Wer so etwas trägt, ist weniger in Versuchung, sich ins Gesicht zu fassen (tut man sonst leider ständig). Und wer so etwas trägt, signalisiert den anderen: „Ich trage so eine Maske, und ich stehe dazu – das ist sinnvoll.“

Mit 60° waschbar muss sie sein (das Coronavirus ist hitzeempfindlich). Deshalb habe ich zwei Masken genäht. Allerdings kann man sie auch einfach gründlich und sehr heiß bügeln, um die Viren zu erlegen.

Beim Radfahren werde ich keine Maske tragen – ich will ja frische Luft in die Lungen bekommen, so viel es geht. Aber beim Einkaufen, bei der Arbeit und in manchen anderen Situationen habe ich Kontakt mit anderen Menschen. Da kommt die Maske zum Einsatz.

Beide Masken sind mehrlagig. In die eine könnte ich noch ein Stück Vliesstoff oder Staubsaugerfilter einlegen. Mal schauen, ob ich das tue.

SchutzmaskenSchutzmaske

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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