Gebet an wolkigen Tagen

Jesus, hilf den armen Irren,
Die Dein Wort so wüst verwirren,
Die ganz ohne Scham und Scheu
Fordern kirchliche Reformen
fern von lehramtstreuen Normen –
Du allein machst alles neu.

Jesus, hilf auch jenen Narren,
Die so fest darauf beharren,
Dich in der Natur zu sehn,
Dich im Walde aufzuspüren –
Wolle sie doch dorthin führen,
Wo die Tabernakel stehn.

Jesus, heile die Idioten,
Diese Grünen, Braunen, Roten,
Die verlangen nach der Macht.
Segne ihre Denkerstirnen
Und mach Licht in ihren Hirnen,
Treibe fort die trübe Nacht.

Jesus, meine Schritte lenke,
Wenn ich wieder mal bedenke
Nichts so sehr wie meinen Wanst.
Ist mir wieder mal nach Keifen,
Lass mich nicht das Wort ergreifen.
Jesus, hilf mir – weil Du’s kannst.

© Claudia Sperlich

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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2 Antworten zu Gebet an wolkigen Tagen

  1. akinom schreibt:

    „Und mach Licht in ihren Hirnen!“
    Komm Heiliger Geist, den Du uns. lieber Jesus, versprochen hast zu senden.
    Ein Vorbild sind Sie mir Frau Sperlich, wenn sie bei aller Kritik immer auch auf eigene Fehler schauen.

    • Claudia Sperlich schreibt:

      Dankeschön, liebe Akinom. Ich finde, es macht das Leben schöner, wenn man versucht, sich selbst halbwegs realistisch zu sehen. Immer auf einem selbstgebauten Sockel stehen ist sehr unbequem.

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