Hörnchen begreift die Hörnchenstation

Um eine Hörnchenstation zu öffnen, braucht man Hände oder Pfötchen. Tauben und Krähen können das nicht. Und so nett ich die dicken Ringeltauben finde, sie wurden mir zu dreist – von Nebelkrähen ganz zu schweigen. Für die kleinen Singvögel werde ich eine andere Möglichkeit finden; vorerst sind sie im Garten gut versorgt.

Nun stellten sich die Hörnchen aber etwas dumm an. Sie begriffen nicht, wie man eine Futterstation öffnet. Eine Weile stellte ich das offene Häuschen und die Futterstation nebeneinander, mit dem Erfolg, daß sie nur an das offene Häuschen gingen. Dann klemmte ich ein Stück Holz so in die Klappe der Futterstation, daß sie ein bißchen weiter aufblieb. Tatsächlich wurde das Futter dann weniger, und heute früh sah ich, daß ein Hörnchen sich daran zu schaffen machte. Ich nahm das Holz wieder heraus, füllte das offene Häuschen nicht mehr, und siehe da – Hörnchen hat nicht nur verstanden, wie die Futterstation funktioniert, sondern findet das leere offene Futterhäuschen nun so deutlich schlecht, daß es etwas darauf hinterlässt.(Das hat es wirklich noch nie getan!)

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Die Futterstation funktioniert!

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Hinterher bringe ich die Futterstation noch besser an.

Futterhaus

Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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3 Antworten zu Hörnchen begreift die Hörnchenstation

  1. Marcus, der mit dem C schreibt:

    Neue Novizen für den Ordo Sancti Sciuris?

    • Claudia Sperlich schreibt:

      Möglich. Allerdings sind Hörnchen von Natur aus ziemlich grimmig und eigenbrötlerisch – eventuell eher was für ein Einsiedlerleben.

  2. akinom schreibt:

    Fast täglich werde ich an Sie erinnert, Frau Sperlich. Heute waren es die Hörnchen. Die Dülmener Zeitung titelt eine halbseitige Bildreportage: „Berliner beobachtet und füttert Eichhörnchen – Die Stars von #nuttywood“. Der Berliner Frank Wilde hat 7 Eichhörnchen, die ihn regelmäßig auf seiner Dachterrasse besuchen, auf seinem Facebook-Account berühmt gemacht. Fast täglich finden sich im Album von „Eichhörnchen-Papa“, wie ihn de BZ nennt, neue Fotos der Tierchen und Sprüche dazu. Insgesamt sind es inzwischen über1000 Bilder. Der Kölner würde sagen: „Jede Jeck is anders“. Mir gefällt`s….

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