Die Alexianer, die dies Krankenhaus jetzt betreiben, haben ein sehr schönes Nachbarschaftsfest organisiert. Es gab zahlreiche Vorträge (bei denen ich nicht war) zu medizinischen Themen, natürlich allgemeinverständlich. Eine Führung durch die schöne Kapelle gab es, bei der auch gesungen wurde. Und es gab in dem Garten nebst Kaffee und Kuchen auch einen Rundgang, in dem die Fachärzte ihre Spezialgebiete vorstellten. Für Kinder gab es eine Hüpfburg und eine Teddyklinik. Und für alle gab es medizinische Geräte auch zum Anfassen und Ausprobieren (nicht am lebenden Objekt natürlich). Dabei konnte man sich klarmachen, welches handwerkliche Geschick in der Medizin oft nötig ist. (Es ist gut für die Welt, dass ich nicht Chirurgin geworden bin!)










Man konnte überall Fragen stellen, es war eine außerordentlich freundliche Atmosphäre und lustig und lehrreich. Und ich staune immer neu, welche unglaublichen medizinischen Fortschritte es in meiner Lebenszeit gegeben hat.
Ein bisschen gruselig war es schon für mich als Laien (ein Wundspreizer sieht nicht so aus, als ob man seine Benutzung erfordern möchte). Aber andererseits weiß ich jetzt, dass ich in diesem Krankenhaus ein neues Kniegelenk bekommen kann, wenn es mit dem alten gar nicht mehr geht, und auch den Grauen Star, der mir wahrscheinlich irgendwann blüht, kann ich hier operieren lassen. (Im Übrigen finde ich, dass ich mein Katastrophensoll übererfüllt habe und eigentlich eher eine Prämie als einen weiteren Krankenhausaufenthalt bekommen sollte, aber man weiß ja nie.)
Zuletzt war ich noch einmal in der Kapelle und war dort sicher nicht die einzige, die staunend für die vielen Möglichkeiten moderner Medizin dankte.



