Der Dienstag begann mit einer stillen Messe in der überaus prunkvollen Klosterneuburger Stiftskirche.





Dann brachte Alipius mich ins Refektorium, wo ein sehr leckeres Frühstücksbuffet wartete. Er führte mich dann durch das Stift mit seiner interessanten Baugeschichte (Kurzfassung: Herrscher befiehlt Bau eines gigantischen Klosters, der wird auch begonnen – Herrscher stirbt, Baustopp für immer). Nun ist das Stift aber auch im unfertigen Zustand riesig. Ein Treppenaufgang und der „Titanensaal“ sind nicht über den Rohbau hinausgekommen, und im Modell sieht man, wie viel größer das Ganze hätte werden sollen. Übrigens hat dieser unverputzte Bau, Barock ohne Schmuck, einen ganz eigenen Reiz. Nur leider keine Bilder, weil ich viel zu fasziniert war, um noch ans Photographieren zu denken.
Stuck über Stuck, Kristalleuchter, Zimmerfluchten, Seidentapeten und Bilder, Sammlungen von Messgewändern, Reliquiaren und allem möglichen katholisch-feierlichen Gerät, Schädelreliquien (ja, finde ich gruselig) und unfassbar zierliche Elfenbeinschnitzereien. Auch Ausstellungen moderner Kunst, vieles davon nicht mein Fall, einiges sehr hochkarätig. Zwischendurch immer wieder der staunenden Blick aus dem Fenster in die weitläufige Natur. Zur Bauzeit war das noch die ungeachtet und feindliche Natur, der dann mühsam Nutzland abgerungen wurde, vor allem Weinberge.






Der Boden im Haupteingang ist nicht mit Ziegeln, sondern mit Holzstücken gepflastert. Das war für die Pferde schonend und auch nicht ganz so laut wie Hufgeklapper auf Steinboden.



Mittags war ich wieder in Wien, erst zur Anbetung im Stephansdom,




dann mit einer lieben Freundin im Inigo, einem feinen Restaurant gegenüber von der Jesuitenkirche. Die schauten wir später gemeinsam an und bummelten dann noch eine Weile durch Wien. Schön war das, Lisa, so schön, Dich endlich wirklich zu sehen und analog mit Dir zu plaudern nach Jahren der Facebookfreundschaft!







Dann fuhr ich wieder nach Klosterneuburg. Über den Mittwoch berichte ich morgen.



Herzliche Grüße nach Wien. Wir waren 2001 und 2008 2x für je 3 Wochen dort und haben da auch geistlich schöne Tage verlebt.
Heute geht’s leider nicht mehr aus gesundheitlichen Gründen – aber die Erinnerungen bleiben …
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Nun bin ich wieder zu Hause. Ich blogge lieber nicht, wenn die Wohnung leer steht.
Ja, man soll sich einen Schatz an schönen Erinnerungen sammeln!
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