Ite, missa est!

Das Schlusswort des Priesters am Ende der heiligen Messe wird auf Deutsch meist anders gesagt: „Gehet hin in Frieden“, was zweifellos ein gutes Schlusswort ist. In Frankreich hörte ich meistens „La Messe est finie, allez en paix“ (Die Messe ist beendet, geht in Frieden).

Aber der lateinische Ausdruck heißt etwas Anderes, eigentlich Größeres.

Missa (abgeleitet von mittere, schicken) heißt Sendung. Der Satz heißt also „Geht, das ist [oder: ihr habt] eine Sendung“. Hier sollten wir uns klarmachen,  daß Jesus Christus durch den Priester spricht. Der Herr sagt damit: „Ihr habt gebetet, Ich habe euch mit Mir selbst gestärkt – jetzt geht, zeigt der Welt,  wie das ist, wenn Ich dabei bin. Geht – das ist eure Sendung!“

Die häufige Erklärung „Geht, ihr seid gesendet“ trifft es nicht ganz. Das wäre „ite, missi estis“. Aber „Geht, das ist eine Sendung“ ist ein geradezu militärisch anmutender Befehl.  Jesus schlägt uns nicht vor, auch mal von Ihm zu sprechen,  sondern Er befiehlt uns, Sein Wort nicht nur zu glauben und zu sagen,  sondern vollkommen danach zu leben.

Der Herr weiß,  daß das bei seinen Schafen, diesen Schafsköpfen,  meist im Versuchsstadium bleibt. Aber Er hilft uns, daß uns das Leben nach Seinem Wort immer besser gelingen kann. Also, für heute: Ihm nach!

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About Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
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1 Response to Ite, missa est!

  1. Avatar von emmauspilger emmauspilger sagt:

    Im Alten Ritus folgt darauf das Schlussevangelium Joh 1:1-14. Es wird die Sendung Jesus zur Grundlage unserer Sendung aufgezeigt, was wir zu verkünden haben und wie wir Kraft erlangen es zu verkünden.

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