Mein Heiland

Melodie: Dort niedn in jenem Holze

Mein Heiland ist gekommen
zu unserm Heil zur Welt,
zu Sündern und zu Frommen,
und Er hat angenommen
den Mutterschoß zum Zelt.

Mein Heiland hat erlitten
den unverdienten Tod.
Er hört Propheten bitten,
hat uns das Heil erstritten,
da uns die Hölle droht.

Mein Heiland ist erstanden,
damit auch wir erstehn.
Die Seine Liebe fanden,
Befreit Er aus den Banden,
sie dürfen mit Ihm gehn.

Mein Heiland ist gefahren
als Gott zu Gott ins Licht.
Er ist der Herr der Scharen!
Wer glaubt dem Herrn, dem Wahren,
den hält die Lüge nicht.

Mein Heiland wird einst kommen,
zu richten alle Welt.
Wenn diese Zeit verglommen,
dann wird von uns genommen,
was Weg und Sinn verstellt.

Mein Heiland wird uns geben
die lichte Ewigkeit.
Wir werden mit Ihm leben
als Seines Weinstocks Reben,
von aller Not befreit.

© Claudia Sperlich
Avatar von Unbekannt

About Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
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9 Responses to Mein Heiland

  1. Avatar von akinom akinom sagt:

    Vielen Dank für das Glaubensbekenntnis, das Schulkinder nicht mehr lernen und auch bei Messbesuchern in Vergessenheit geraten ist.

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  2. Avatar von vividart vividart sagt:

    Wie wäre es ins „Jetzt“ zu gehen? Du verweist in deinem Text auf „wir werden…“
    Es gibt keine Erlösung als „im Hier und Jetzt eins zu sein“. Sonst ist alles auf Sand gebaut. Der größte Betrug am Mensche ist, alles in die Zukunft zu verlegen. Aber das ist das Wesen von Religion, die erst durch die beamteten Nachfolger Christi entstanden ist. Die Geschichte zeigt es, jeder, der die Einheit mit Gott im Hier und Jetzt gepredigt hat, wurde von der Inquisition verbrannt. (z.B.: Meister Eckehard) Wie lange noch?
    Gott ist da und kann nur hier und jetzt gefunden und gelebt werden. Jedes „Geschäft“ mit „nach dem Tode“ zeigt nur, dass es ein Geschäft mit Phantasiewelten ist.
    Gott ist jetzt da, mit dir als du, du auch? Er wartet darauf, dass du ihn hier und jetzt erkennst und erlebst, als dein Leben, das er ja ist.
    Er ist JETZT dein ewiges Leben, warum solltest du auf den Tod warten? Wenn du Gott nicht in deinem Leben jetzt findest, in dem er als dein Leben mit dir ist, was soll dann dein Tod für neue Erkenntnisse bringen?
    Jetzt, als lebender Mensch, muss diese Erkenntnis kommen, Gott ist da…
    Sonst „lebst“ du nur in deinen Phantasiewelten wie das Pferd, dem eine Karotte in 30cm Abstand vors Maul gehängt wird, dem es folgt und folgt und folgt, ohne sie jemals erreichen zu können.
    Willst du dieses „Geschäft“ mit der Zeit, dass dir die Religion aufdrängt? Oder bist du ein Augustinus, der schon im 4. Jahrhundert sagt: „Vom Geist Christi ist nichts mehr da, ich habe ihn wieder neu suchen gehen müssen.“
    Genau das gilt auch für uns heute, Christus lebt jetzt als ewiges Leben in uns, doch wo sind wir?
    Sind wir dabei, bei ihm oder leben wir in der Hoffnung auf den Himmel nach dem Tod?
    So funktioniert das nicht, alles ist hier und jetzt oder gar nie.
    „Ich und der Vater sind eins.“
    Du bist jetzt mit Gott oder nie…
    Gott ist immer NUR im Hier und JETZT, wo bist du?
    Es gibt kein ewiges Leben in der Zukunft. Jede Zukunft ist immer jetzt, wenn sie stattfindet.
    Oder du projizierst alles wieder und wieder und wieder in die illusionäre Zukunft in der dann alles besser ist.
    Dieses Geschäft mit der Zeit funktioniert nicht.

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    • Wenn Dir dies Leben mit allen Unzulänglichkeiten genügt – bitte sehr. Ich bin nicht so bescheiden und freue mich tatsächlich auf die ewige Seligkeit.
      Übrigens bin ich zwar kein besonders guter Mensch, aber immerhin halte ich mich nicht für Gott.

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      • Avatar von vividart vividart sagt:

        Leider gibt es so viele Vorstellungen von Gott, vom alten Mann mit Bart angefangen, der alles beobachtet, bis hin zum Bild von Michelangelo, wo Gott auf der Wolke dem Menscheen einen Finger reicht…sich für Gott halten ist sicherlich eine narzistische Überhöhung und nahe am Größenwahn. Die Beispiele sind aus der Geschichte bekannt. Sie haben viel Unglück, Krieg und Tod über die Menschen gebracht.
        Was ich meine: „Ich und der Vater sind eins“ ist eher im Quantenraum und im Nullpunktfeld zu finden. Da existiert auch kein Ego mehr. Diese Vereinigung kann nur in der Hingabe in absoluter Stille gelingen, da sind keine Gedanken sondern das Erlebnis, dass der Tropfen und der Ozean eins sind. Das ist einer Erfahrung und kein Egotrip und für die, die sich ganz der Stille widmen.
        Ganz nach dem taoistischen Satz:
        „Wer das Tao kennt, benennt es nicht, wer es benennt, der kennt es nicht“
        Alles was benannt wird ist bereits in die Welt der Begrenzungen gefallen.
        Wusstest du, dass man auf der griechischen Insel Kefalonia einem kleinen Kind bis zum Alter von einem Jahr keinen Namen gibt, um es nicht aus seiner Vollkommenheit zu reißen, indem man es auf einen Namen reduziert?
        Die Adeligen haben sich auch bei uns daher sehr sehr viele Vornamen zugelegt, um durch 10 bis 20 Vornamen nicht allzusehr begrenzt zu werden.

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  3. Avatar von Hans-Jürgen Caspar Hans-Jürgen Caspar sagt:

    Meister Eckehard wurde nicht „verbrannt“.

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  4. Avatar von Hans-Jürgen Caspar Hans-Jürgen Caspar sagt:

    Würde jemand, statt Halbbildung zu zeigen
    und Gott mit „Quantenraum“ zu verbinden,
    lieber schweigen
    und keinen zusätzlichen Unsinn verkünden –
    wär‘ das sein Wille,
    dann herrschte hier „Stille“.

    (Anm.: Quantenraum und Nullpunktsfeld sind Esoterikbegriffe, die auch kommerziell ausgeschlachtet werden.)

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  5. Vividart, ich halte es für besser, wenn Du hier nicht mehr kommentierst. Gott ist Herr, ist in Jesus Christus greifbar geworden, bleibt ewig und redet keinen Unsinn.

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