Heute feiert die Kirche den Apostel und Evangelisten Johannes, den einzigen unter den Zwölf, der zwar im Exil, aber eines natürlichen Todes gestorben ist. Von ihm sagt die Legende, man habe ihm vergifteten Wein gegeben, der habe ihm aber nicht im mindesten geschadet. Daraus hat sich ein Brauchtum entwickelt.
Nach der Messe segnet der Priester eine Flasche Wein (oder mehrere, Segen schadet nie) und verteilt ihn in kleine Gläser. Schnapsgläser eignen sich, wenn die Messe morgens stattfand! (Es handelt sich dabei nicht um eine Wandlung wie in der Messe, sondern weiterhin um Wein.) Jeder, der will, bekommt ein Gläschen.
Dann spricht der Priester: „Trinkt die Liebe des heiligen Johannes!“, und der Wein – selbstverständlich unvergiftet – wird getrunken.



