Morgen: Marsch für das Leben!

Ich habe mir für diesmal einen Rollstuhl geliehen,  denn meine Knie schaffen solche Strecken nicht mehr. 

Warum ich überhaupt für das Lebensrecht auf die Straße gehe, habe ich oft erklärt. Man kann auf diesem Blog unter den Schlagwörtern Abtreibung, Lebensrecht,  Lebensschutz einiges dazu finden.

Derzeit ist eine Partei laut gegen Abtreibung,  die zugleich explizit die Starken, Gesunden der eigenen Ethnie (wie immer man das bestimmen mag) bevorzugt. Diesen Leuten möchte ich als Epileptikerin mit Arthrose und kaputter Schilddrüse den Lebensschutz schon aus Selbstschutz nicht überlassen.

Andere werden die Teilnehmer des MfdL beschimpfen und angreifen. Sie werden von einem Recht auf die Vernichtung Ungeborener sprechen und sich dabei überaus menschenfreundlich vorkommen. Ihnen möchte ich als Verhütungspanne deutlich widersprechen. 

Lebensrecht ist kein Exklusivrecht für jene, die von wirtschaftlichem Nutzen sind. Auch nicht für jene, die keine unvorhergesehenen Kosten verursachen. Auch nicht für jene, die erwünscht und passend sind. Lebensrecht ist wie Menschenwürde vom Anfang bis zum natürlichen Ende des Lebens unverlierbar.

Marsch für das Leben!

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About Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
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13 Responses to Morgen: Marsch für das Leben!

  1. Avatar von akinom akinom sagt:

    Im Gebet verbunden

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  2. Avatar von frnzchen frnzchen sagt:

    Danke für die ausdrückliche und deutliche Distanzierung zu der Partei, die die Lebensrecht-Bewegung instrumentalisiert (wie Herr Trump in USA ). Das macht für mich diese Bewegung sympathischer und akzeptabler. Frau von Storch, die gern mal in der ersten Reihe mitmarschiert, hat auch gesagt, sie würde auf Flüchtlingskinder schießen lassen, wenn sie an der Macht wäre. Wie passt das zusammen?

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    • Ja, das fragt man sich.
      Das Mitmarschieren können wir nicht auf demokratische Weise verhindern. Allerdings sind die Veranstalter sich einig, daß dieser Dame niemals das Wort erteilt wird.

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      • Avatar von frnzchen frnzchen sagt:

        Herr Höcke sagte ja im Sommerinterviewdes MDR, die schulische Förderung von Kindern mit Behinderungen (Inklusion) sei ein „Ideologieprojekt“, von dem man das Bildungssystem „befreien“ müsse, denn solche Projekte machten „unsere Schüler“ „nicht leistungsfähiger“ und seien nicht geeignet, „dass wir aus unseren Kindern und Jugendlichen die Fachkräfte der Zukunft machen“. Das passt zu Frau von Storch. Gut, dass sich viele einig sind, solchen Leuten keine Bühne zu bieten.

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        • Avatar von Nepomuk Nepomuk sagt:

          Nun, man muß das eine von dem anderen unterscheiden. Es besteht z. B. ein Gebot, jeden Menschen am Leben zu lassen (die klassischen, bisweilen schwierigen Grenzfälle Krieg, Todesstrafe für erwiesen schuldige Erwachsene und Notwehr lassen wir mal außen vor, da sie hier nicht hergehören).

          Es besteht hingegen *kein* gleichermaßen prinzipielles Gebot, eine allgemeine Schulpflicht erstens überhaupt zu haben, zweitens wenn man eine hat, Behinderten die Regelschullaufbahn zu ermöglichen unter Nichtbeachtung sowohl dessen, was für sie selber am besten ist, was für die Gesunden am besten ist und wieviel das ganze kostet. Für die etablierten Sonderschulen gibt es tatsächlich eine Menge gute Gründe, und diese bleiben auch dann gute Gründe, wenn ein Herr Höcke mit möglicherweise anderer Motivation und möglicherweise stark sozialdarwinistisch angehauchter Wortwahl zufällig irgendwo das gleiche sagt.

          Mein Cousin jedenfalls, der auf Grund einer Behinderung eine Sonderschule besucht hat, hat jedenfalls jetzt eine gute Arbeitsstelle und ist glücklich verheiratet, und die im wesentlichen das Down-Syndrom habenden Kinder unserer Nachbarschule, mit denen wir zusammen Theater gespielt haben, waren dort auch sichtlich gut aufgehoben. Hingegen kann man sich, mit sehr wenigen Ausnahmen vielleicht, einen Gymnasiasten mit Down-Syndrom einfach nicht vorstellen; und soll man die Hauptschule, die mit ihrer Rolle als „Restschule“ für die nicht Gymnasial- und Realschulreifen ohnehin hadert und zu kämpfen hat, zur „Schule für die nicht Gymnasial- oder Realschulreifen und außerdem für die geistig Behinderten“ machen?

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        • Was Höcke hierzu gesagt hat, ist reinster Sozialdarwinismus. Weidel hat’s beklatscht.

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        • Jeder, der sich dafür wirklich interessiert, kann die Position der Veranstalter des MfdL auch ohne meine Hilfe kennen. Sie ist der Ansicht von Höcke etc. entgegengesetzt.

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        • Avatar von Nepomuk Nepomuk sagt:

          @Claudia Sperlich:

          Was Höcke dazu gesagt hat, kenne ich nur aus der Zusammenfassung von @frnzchen.

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        • Avatar von Nepomuk Nepomuk sagt:

          und daß die unfreundlich und sozialdarwinistisch klingt, hatte ich bereits gesagt.

          (Aber eine Feststellung, daß „außerdem auch“ die Leistung der gesunden Kinder litte, was „nebenbei auch“ auf die Volkswirtschaft der Zukunft negative Effekte hätte, wäre – vielleicht immer noch sachlich falsch, das ist eine faktische Frage, über die ich wie bei faktischen Fragen so oft keine Ahnung habe, aber – *nicht* so sozialdarwinistisch. Der entscheidende Knackpunkt ist die Priorisierung und daß man die dem Redner glaubt, und daß der Redner Behinderte mag und man ihm *das* glaubt.)

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  3. Avatar von frnzchen frnzchen sagt:

    Darüber kann und soll man im Einzelfall sprechen, denn die Würde jedes einzelnen als Geschöpf Gottes ist jeweils der Maßstab. Sie räumen ja selbst den zwar seltenen, aber vorstellbaren Gymnasiasten mit Down-Syndrom ein. Herr Höcke geht in seiner Argumentation und Wortwahl aber sehr pauschal zur Sache und suggeriert, dass Menschen mit Behinderung zum Belastungsfaktor für die gesunden Volksteile werden könnten. Wegen solcher subtilen Agitation ist für Christen Vorsicht gegenüber einer von Herrn Höcke und Frau Weidel dominierten AfD unbedingt angezeigt.

    Die Todesstrafe ist für katholische Christen übrigens kein „Grenzfall“ mehr, sondern ist seit 2017 laut Katechismus der Katholischen Kirche Nr. 2267 „unzulässig, weil sie gegen die Unantastbarkeit und Würde der Person verstößt“ (So auch Papst Franziskus in seiner Ansprache zum 25. Jahrestag der Veröffentlichung des Katechismus der Katholischen Kirche, 11. Oktober 2017).

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