Maria 2.0 – Kitsch as kitsch can

Die Zeit publiziert hier einen Brief der Initiative Maria 2.0 „An die deutsche Bischofskonferenz mit der Bitte um Weitergabe an den Präfekt Beniamino Kardinal Stella“. Ich versuche, sachlich zu bleiben.

Ihr vorbezeichnetes Schreiben ist bei uns Katholikinnen und Katholiken in Deutschland angekommen und hat uns schmerzlich getroffen.

Ich gehöre zu den Katholikinnen in Deutschland, habe der Bischofskonferenz keine Vorschriften gemacht, folglich das Schreiben nicht erhalten, und fühle mich auch nicht getroffen davon. Ich verbitte mir, in diesem Antwortschreiben „mitgemeint“ zu werden.

Seit vielen Jahren sind wir, und viele mit uns, an der Basis der Kirche engagiert und tragen in vielfältiger Weise zur Verlebendigung des Glaubens bei. Durch die vielen Skandale auf der klerikalen Ebene, durch die nicht nachvollziehbare und mit dem Evangelium nicht in Einklang zu bringende Tradition eines absolutistischen Machtverständnisses, durch die vielen Widersprüche zum Geist des Evangeliums werden wir seit vielen Jahren entmutigt und in unserer Arbeit, der Verlebendigung und Weitergabe des Glaubens, behindert und geschwächt.

Auch ich diene Gott und Seiner Kirche seit vielen Jahren und will das, solange ich lebe, weiter tun. Skandale in der Kirche treffen und entsetzen auch mich. Aber Skandale sind nicht „die Kirche“, ebenso wie Unrecht nicht „die Gesellschaft“, Gewalt nicht „die Familie“ und Nickeligkeit nicht „die Nachbarschaft“ ist. Es gibt dies alles, weil Menschen Sünder sind – nicht wegen, sondern trotz der kirchlichen Strukturen.

Es ist allerdings nicht alles Skandal, was „Maria 2.0“ dafür erklärt. Die katholische Kirche sieht (und ich sehe mit ihr) eine hierarchische Struktur vorgegeben durch Jesu Worte an Petrus „Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde Ich Meine Kirche bauen“ (im Zusammenhang: Mt. 16,13-19) sowie die Worte des Auferstandenen „Weide meine Schafe“ (im Zusammenhang: Joh. 21,15-17) – und was der Herr vorgibt, ist gut. (Von Menschen erdachte Hierarchien gehen hingegen in der Regel schief.) Die Verbindlichkeit der Kirche und ihrer Lehre kann nur in dieser Weise bestehen bleiben. Daß eine grundsätzlich gute Struktur zu üblen Dingen mißbraucht wurde, ist leider wahr. Das ändert aber nichts an der im Evangelium deutlich erklärten Zusage Jesu, an Hirtenamt, Schlüsselgewalt und Bestand der Kirche.

Zu viele von uns haben bereits aufgegeben und resigniert und versuchen den Geist Jesu ohne und außerhalb der Amtskirche lebendig werden zu lassen. Der Geist weht, wo er will und wo er Raum findet. Wie eine dunkle Wolke schwebt der Atem der absolutistischen klerikalen Macht über uns und erstickt alles, was wir hegen und pflegen.

Aufgegeben wurde hier wohl von vielen die Durchsetzung des eigenen Willens, der Trotz – das ist ja zunächst mal eine Entwicklung, die zum Erwachsenwerden gehört. „Der Geist weht, wo Er will“ ist ein gern genutztes Bibelzitat, um alles Mögliche zu verteidigen, was außerhalb der Kirche geschieht. Dabei wird übersehen, daß der Geist nicht gezwungen werden kann, überall zu wehen, wo man gerade will. Der Geist weht genau dort, wo Er will! Das geschieht durchaus auch außerhalb der Kirche, sonst gäbe es ja keine Bekehrungen. „Raum finden“ kann Er überall, wo Er nicht ausdrücklich des Raumes verwiesen wird (das hat mit der menschlichen Freiheit zu tun).

Ähnlich wie der Sonnenkönig Ludwig XIX hat sich Papst Pius IX zum absolutistischen Herrscher über die Katholikinnen und Katholiken erhoben (la tradizione sono io). Damit hat er die ihm anvertraute Kirche von der Nachfolge Jesu Christi getrennt. Sie ist auf einem falschen Weg. Das spüren wir ohnmächtigen Katholikinnen sehr deutlich. Es geht ein Riss durch unsere katholische Identität. Das Heilige wurde beschädigt. Der Papst und die ihm folgenden Bischöfe sind der Verführung der weltlichen Macht erlegen und jetzt selbst Gefangene ihrer falschen Götter.

Pius IX. wird gern so zitiert, als habe er das berühmte Ludwig XIV. zugeschriebene „L’état c’est moi“ abgewandelt. Hat er aber nicht. 1871, im dritten Jahr des Ersten Vatikanischen Konzils, hatte Filippo Maria Kardinal Guidi eine Privataudienz bei ihm. Der Kardinal sagte, auch der Papst könne Glaubenssätze nicht allein bestimmen. Hierauf soll Pius die Nerven verloren und ihn angeschrieen haben: „Io, io sono la tradizione, io, io sono la Chiesa!“ – „Ich, ich bin die Tradition, ich, ich bin die Kirche!“ Dies vielleicht etwas unweise, aber nicht absolutistische nichtöffentliche, d.h. privat geäußerte Wort mag man verstehen als „Ich bin Hüter der Tradition und der Kirche“ – was in der Tat zum Papstamt gehört. Und selbst wenn es anders gemeint war: Der genervte Ausruf in einer Privataudienz ist schlimmstenfalls blöd (pardon, Pio Nono!), aber weist nicht auf absolutistische Anwandlungen und schon gar nicht auf eine Trennung der Kirche von Jesus Christus, also von Gott. (Wäre es doch so, warum um alles in der Welt wollen die Autorinnen dann in der Kirche bleiben? In einer Kirche, die seit Pius IX. mit allen Bischöfen idolatrisch ist, wenn man den Satz mit den falschen Göttern ernst nimmt?)

Natürlich geht „ein Riss durch unsere katholische Identität“ (und hier beziehe ich das Pronomen auch auf mich), denn wir sind Sünder (generisches Maskulinum). Da muss ich leider zu jedem, jeder und mir selbst sagen: Selber schuld! Die Kirche als Braut Christi gibt es, um genau in dieser Angelegenheit allen zu helfen.

Die Gottesebenbildlichkeit des Menschen gilt auch für uns Frauen. In der Menschheitsgeschichte wird und wurde sie Jahrhunderte lang mit Männerfüßen getreten. Nicht von den Füßen Jesu. Im Gegenteil, er hat vielen Frauen ihre Würde zurückgegeben. Eine Kirche, die sich in die irdische Tradition der Herabwürdigung und Entmündigung von Frauen stellt, ist nicht der Leib Jesu Christi. Das Kirchenrecht steht nicht für den Geist des Evangeliums, sondern im Gegenteil es behindert und tötet ihn. Es dient der Ausübung von weltlicher Männerdominanz. Der Klerus ist in die Falle der weltlichen Macht gegangen. Jetzt geht es um Machterhalt, um Kontrolle, um Angst vor Machtverlust. Diesen Geist spüren wir in Ihrem Schreiben vom 29.6.2020. Es ist ein Schreiben, das geeignet ist, den Geist weiter auszulöschen. Vieles, was und wie es gesagt wird, ist unwahr. Es gibt von Ihrer Seite kein Hören, schon gar kein geneigtes Zuhören, keinen Versuch zu verstehen. Der Mächtige hat das nicht nötig. Er zieht sein Schwert und schlägt nieder. Die Arroganz und die Ignoranz der Macht – leider spricht diese Blindheit auch aus Ihrem Schreiben.

Wer das Kirchenrecht im Ganzen so verurteilt, muss sein Urteil begründen können. Wo genau geht es um Machterhalt, Kontrolle, Angst vor Machtverlust? Wo genau ist in unserer Zeit ein Bischof, selbst der von Rom, mächtig? Kein Mensch ist gezwungen, Glied der Kirche zu sein. Niemand muss irgendwelche Nachteile fürchten, wenn er Briefe wie den vorliegenden schreibt – außer er ist Kleriker, gehört einem Orden an oder arbeitet als Angestellter der Kirche. Das ist aber ganz ohne Kirchenrecht verständlich. Setzen wir „Firma“ statt „Kirche“: Wer über die Firma, in der er arbeitet, Schmähbriefe schreibt, verliert seine Arbeit. Das verstünde auch ein Atheist. 

Wenn ein Geistlicher in einem Antwortschreiben unfreundlich wirkt, weil ihm die gleichen nachweislich unwahren Behauptungen zum drölfzigsten Male unter die Nase gehalten wurden, ist das nur verständlich. Das hat nichts mit „Arroganz und Ignoranz der Macht“ zu tun, sondern damit, daß eine nachweislich längst entschiedene Sache nicht wieder und wieder und wieder…gekäut werden sollte. 

In Deutschland und Gott sei Dank in vielen Ländern Europas hat der Geist Jesu und die Botschaft des Evangeliums das gesellschaftliche Miteinander und die staatliche Ordnung durchdrungen und geprägt. Die Gottesebenbildlichkeit des Menschen findet ihren säkularen Widerhall in Artikel 1 des Deutschen Grundgesetzes: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Seit über einem halben Jahrhundert lernen und üben wir in Deutschland, dieses Credo wirksam sein zu lassen und unsere Vorurteile und Intoleranzen zu überwinden. Menschen, die in der Menschheitsgeschichte stigmatisiert, verachtet, verfolgt und gequält wurden, sollen nie mehr solches erleiden – dazu gehören Menschen anderer Volkszugehörigkeiten, Menschen mit Beeinträchtigungen, uneheliche Kinder, geschiedene Menschen, gleichgeschlechtlich liebende Menschen, unverheiratete Paare, straffällig gewordene Menschen …

Das haben wir übrigens der Kirche zu verdanken, ohne die Frauen noch immer Eigentum ihrer heidnischen Ehemänner wären. Ohne die das Konzept von Erbarmen, Vergebung und Rehabilitation sich nicht durchgesetzt hätte. Die übrigens nur recht selten von deutschen Päpsten geleitet wurde. Und die auch Menschen, die gegen das 6. Gebot verstoßen, nicht mit Acht und Bann belegt (das taten noch in meiner Kindheit die kirchlich nicht gebundenen Nachbarn), sondern eine ebenso verbindliche wie klar einsehbare Sexualmoral hat, die sich am Neuen Testament orientiert. Wer das Evangelium bemüht, um seine Ideen durchzusetzen, sollte es nicht außer Acht lassen, wenn es den eigenen Ideen widerspricht. 

Männer genauso wie Frauen, alle gehören wir gleichwürdig und gleichberechtigt zu unserer Gesellschaft dazu. In unserer Demokratie vertrauen wir darauf, dass sich die guten menschlichen Eigenschaften bewähren und durchsetzen: Vernunft, Verantwortung, Empathie, Gemeinsinn, sodass aus diesem Geist unser Gemeinwohl getragen wird. Uns Christen in Deutschland stärkt dabei ganz besonders unser Glaube an Jesus Christus. Und ausgerechnet in diesem Umfeld verdunstet der kirchlich getragene Glaube? Sie täuschen sich, wenn Sie meinen, die Menschen hungerten nach einer klerikalen Gottesmonarchie. Der christlich getränkten, säkularen Welt steht die klerikale Kirchenwelt in unerträglichem Widerspruch gegenüber.

Die Kirche geht von der Gottesebenbildlichkeit aller Menschen (Männer, Frauen, Unentschiedene) aus. Unterschiede macht sie vor allem zwischen erlaubten und verbotenen Handlungen. Sünde verbietet sie, lässt aber Sünder in ihren Reihen zu (schon aus pragmatischen Gründen, es gibt ja keine anderen). Selbst ein Mensch, der die Kirche vollständig verändern will mit der erklärten Absicht, die Kirche dadurch zu erhalten, darf weiterhin Mitglied der Kirche sein. Nur einzelne Vollzüge (wie der Empfang der Eucharistie) sind ihm zumindest zeitweise nicht möglich. Nun ist das keine Erfindung des 19. Jhs., sondern von Anfang an so. Wem diese Kirche nicht passt, dem steht frei, eine andere aufzusuchen oder zu gründen. Es ist dann nur eben nicht die katholische. 

In der klerikalen Glaubenswelt herrscht eine Zweiklassengesellschaft, Frauen haben keine Stimme, sie sind entmündigt. In mittelalterlichen Ritualen werden reine Männerbünde geschlossen, die Macht konsolidieren und jede Veränderung verhindern, die Würde des Menschen wird nicht respektiert, Menschen werden stigmatisiert und aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. Die Träume der modernen Menschen von Toleranz und Offenheit, von der einen Menschheitsfamilie werden von den klerikalen Kirchenherren nicht als Geist Gottes erkannt. Sie haben den Weg der weltlichen Macht gewählt und damit den Geist des Evangeliums verraten. Daher stirbt die Kirche gerade dort, wo Gottes Geist wirkt, wo Frieden und Gerechtigkeit viel Raum haben. 

Hier kann ich nicht mehr ernst bleiben. Erstens: Ich bin eine erst-, nicht zweitklassige Frau und Dichterin, sagt unser Pfarrer (rechtgläubig). Zweitens: Wenn man statt dem im Kulturkampf geprägten Wort „Mittelalter“ die damals übliche Bezeichnung „Aetas Christiana“ nimmt, klingt es besser. Rituale aus dem christlichen Zeitalter, ja, haben wir. Drittens: Stigmatisierte sind in der Kirche hoch angesehen. Viertens: Dann liegts vielleicht an den Träumen. Fünftens und sechstens: Nö.

Es ist nicht, wie Sie behaupten, in erster Linie die digitale Veränderung, die Menschen von der Kirche entfernt. Es ist die Bildung und die Mündigkeit der Menschen, die von der klerikalen Kirche ignoriert werden. Ein Weiheverständnis, das der Konsolidierung von Macht dient, verliert seine Heiligkeit. Wenn Sakramente der Ausübung von klerikaler Macht dienen, verlieren sie ihre heiligende Wirkung. Gott ist nicht auf der Seite der Mächtigen gegen die Ohnmächtigen. Das Evangelium verkünden heißt eben nicht, einfach die Texte wieder und wieder zu wiederholen. Es heißt, sie in das hier und jetzt zu übersetzen, es heißt, Menschen zu verstehen und ihnen wohlwollend zu begegnen. Das können gerade Menschen, die selbst mitten im Leben stehen. Der Pflichtzölibat lässt nicht nur Menschen, sondern auch die Botschaft des Evangeliums verdorren.

Auch ich bezweifle, daß die Entfernung von der Kirche mit der Digitalisierung vorrangig zu tun hat (auch wenn sie dadurch befördert werden kann). Viel eher kommt sie daher, daß die im Internetzeitalter so leicht zu erwerbende Bildung trotz dieser Zugänglichkeit vernachlässigt wird. Mit der Bildung, die man sich heute so günstig und so leicht erwerben könnte, wenn man nur wollte, wüßte man ja, daß die Kirche zu allen Zeiten Argumente für ihr Handeln, ihr Recht und ihre Sitten hat. 

Man wüßte dann auch, daß der Ausdruck „Pflichtzölibat“ falsch ist. Niemand ist verpflichtet, Priester zu werden. Mithin stimmt jeder, der Priester wird, dem damit verbundenen Zölibat freiwillig zu. Übrigens stehen Priester in aller Regel mitten im Leben, z.B. mitten in einem Missionsgebiet, mitten in der Gemeinde, mitten in der Universität, mitten in Berlin-Kreuzberg oder wo immer der liebe Gott sie hingestellt hat. Zu insinuieren, daß nur sexuelle Aktivität den Menschen wahrhaft urteilsfähig macht, ist nicht nur gegenüber Priestern und Ordensleuten eine hanebüchene Unverschämtheit und Dummheit.

Gebt der Amtskirche die Gestalt, die des Evangeliums würdig ist. Statt Monarchie und Hierarchie, Demokratie und Empathie! Kleriker heiratet und bekommt Kinder! Lernt zu lieben! Seid ganz Menschen – so wie Gott Mensch sein wollte! Steigt herab von euren hohen Rössern und goldenen Thronen! Steigt heraus aus euren Gräbern einer vorgestrigen Theologie! Lasst endlich eure toten Traditionen hinter euch, lasst alles hinter euch, was euch hindert zu Gott! Reformiert das Kirchenrecht, dass es nicht nur Spielregeln sind, sondern den Namen Recht verdient! Gebt der Freiheit Raum und der Gerechtigkeit! Der klerikale Machtapparat hängt wie eine dunkle Wolke über uns. Kehrt endlich um! Lebt das Evangelium!

Demokratie ist ein unbiblischer Begriff. (Ich mag sie trotzdem. Aber biblisch ist sie halt nicht.) 

„Kleriker heiratet und bekommt Kinder! Lernt zu lieben! Seid ganz Menschen – so wie Gott Mensch sein wollte!“ Feine Klimax! Da lernen wir: „Heiraten und Kinder bekommen – lieben – Mensch sein“ gehört so eng zusammen, daß das Letzte nicht ohne das Erste wirklich denkbar ist. Das ist nicht nur unzähligen von Liebe zu Gott und den Menschen erfüllten treuen Geistlichen eine Unverschämtheit, sondern auch gegenüber dito katholischen Laien, die ihre – freiwillige oder unfreiwillige – zölibatäre Lebensform als wundervolle, erfüllende Aufgabe ansehen und „Leben in Fülle“ haben, nicht obwohl, sondern weil sie der Kirche treu sind. 

Hohe Rösser, goldene Throne. Ich weiß grad nicht, von welchen Klerikern ihr redet. Mein Beichtvater lebt in besitzlosem Gehorsam, und ich bin sicher, er ist darin sehr viel freier, als eine Ehe mit einer von Euch ihn je machen könnte. (Ich weiß, daß ich gerade polemisch bin. Geht nicht anders.) Und goldene Throne? Ach kommt. 

Das, was ihr uns an der Basis anempfehlt, rufen wir der Kongregation für den Klerus zu: Schließt euch nicht ein in eure Machtstrukturen, die trügerischen Schutz gewähren, in die Normen, die euch in unnachsichtige Richter verwandelt, in die Gewohnheiten, in denen ihr euch ruhig fühlt. Reformiert eure Machtstrukturen, stellt euch nicht über das Evangelium, trennt die Kirche nicht von Gott durch Überheblichkeiten, Eitelkeiten und Machtgelüste. Übernehmt endlich Verantwortung für die Welt! Trennt euch von den schlechten Traditionen. Lasst die Toten die Toten begraben. Werdet endlich lebendig!

Das, was ihr dem Klerus anempfehlt, rufe ich Euch Basen zu. 

Es gibt ein Maß an triefendem Kitsch, auf das ich sachlich nicht mehr reagieren und argumentieren will. Dies Maß wurde in den letzten beiden zitierten Absätzen überschritten. Dennoch versuche ich es mit noch einer sachlichen Bitte:

Liebe Verteidigerx von Maria 2.0, bitte sucht Euch eine passende Kirche. Oder gründet eine. Oder meinetwegen bleibt in dieser einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche – aber dann findet Euch mit ihr ab! Und bitte, hört auf, mich und andere Frauen, die sich um Rechtgläubigkeit mühen und der Kirche dienen wollen, zu vereinnahmen. Ihr sprecht nicht für uns. Versucht es gar nicht erst!

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Über Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin.
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