Ich wollte schon seit Jahren den Keller entrümpeln lassen, aber das ist teuer. Jetzt bin ich froh, dass es unterblieb. Denn die Sitzfläche des Balkonstuhls war schon lange keinem Hintern mehr zumutbar. Das Balkon-Kontingent war nun aber auch erschöpft. Also entsann ich mich, dass ein auseinandergenommer alter Ikea-Schrank im Keller steht.
Stuhl ausgemessen und den gröbsten Dreck abgefegt, passendes Stück Schranktür abgeschnitten, angeschraubt, mit viel Leinölfirnis versehen (unglaublich, wie viel ein kleines Stück Holz nach mehreren Jahren Kellerarrest schluckt), Stuhl geputzt, Sägemehl aufgefegt, Öllappen entsorgt (irgendwann habe ich gelernt, dass benutzte Öllappen sofort in den Müll gehören wegen der Gefahr der Selbstentzündung – keine Ahnung, ob das stimmt, aber ich möchte es nicht an meiner Wohnung testen).
Vorher:

Nachher:

Natürlich ist das keine tischlerwürdige Arbeit, aber für einen Dichter ist es perfekt.


