Orangenmarmelade

Es ist ein extremer Aufwand, Pomeranzen (Bitterorangen) zu Marmelade zu kochen – aber es lohnt!

Pomeranzen gibt es nicht so einfach zu kaufen. Ich weiß nicht, ob sie in Berlin irgendwo erhältlich sind – das Internet sagt mir aber, wo ich sie bestellen kann. Es dauerte diesmal ein wenig, weil wohl gerade recht viele Menschen Einkochen wollen. Und dann legte die DHL das Paket nicht wie verabredet bei mir vor die Tür, sondern ich musste es in einer Poststelle abholen, was umständlich war. Aber schließlich waren sie da!

Von zwölf Kilogramm Pomeranzen mit einem Zestenreißer die äußere Schale abschälen ist durchaus eine anspruchsvolle Arbeit. Die Pomeranzen putzen und entkernen und kleinschneiden ist auch aufwendig.

Die Zesten (also die Außenhaut) werden abgewogen und mit der gleichen Menge Zucker (kein Gelierzucker) eine Stunde lang gekocht. Die Pomeranzen werden dann gründlich geschält, entkernt, so gut es geht filetiert und etwa fünf Minuten gekocht. Dann kommen die Zesten dazu sowie 2:1 Gelierzucker. Gründlich umrühren, einige Minuten kochen, in Gläser abfüllen, beschriften.

Dies aufwendige Vergnügen habe ich nur einmal im Jahr, denn Pomeranzen gibt es nur im Januar und Februar. Aber dafür habe ich jetzt Orangenmarmelade für das nächste Dreivierteljahr.

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About Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
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