Ein Stück Fisch für den Auferstandenen

Joh. 21.1-14

Die Jünger sind wieder zum gewöhnlichen Tagesgeschäft übergegangen. Die Zeit mit dem Heiland schien vorbei. Sicher, Er blieb als auferstandener Herr und Freund in ihren Herzen,  aber sie mussten ja arbeiten. Nur wurde daraus in dieser Nacht nichts.

Ein Fremder steht am Ufer und bittet um ein bisschen Fisch, und peinlicherweise können sie nach der erfolglosen Nacht nicht einmal gastfreundlich sein.

Die Jünger erkennen den Auferstandenen nicht gleich, obwohl Er sie schon zum dritten Mal aufsucht. Der verklärte Leib hat vielleicht etwas an sich, das uns völlig unbegreiflich und fremd ist – eine Art von innen kommende und unverletzliche Schönheit, die vor Kreuz und Auferstehung noch nicht sichtbar war.

Auf sein Wort werfen sie das Netz noch einmal aus, obwohl das bei Tageslicht eigentlich keinen Sinn hat, und bringen es übervoll wieder ein. Für Johannes ist nun klar: Es ist der Herr!, und der impulsive Petrus beeilt sich, an Land zu kommen.

Hier stellt sich heraus, dass Jesus bereits Fisch und Brot röstet. Der Herr braucht unsere Gaben nicht, und eigentlich sind es ja auch Seine Gaben an uns, die wir Ihm wiedergeben können. Aber Er will Gemeinschaft mit uns haben und tut alles, damit diese Gemeinschaft ein gelingendes Fest wird. Nur das von Ihm gefüllte Netz einholen, uns anziehen und auf Ihn zu kommen müssen wir selber.

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About Claudia Sperlich

Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
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