In Frankreich ist es jetzt laut Verfassung erlaubt, ungeborene Menschen zu töten, gleich aus welchem Motiv.
Das hat Jubelchöre bei jungen Französinnen ausgelöst. Der Eiffelturm trug Festbeleuchtung. Macron darf als Befreier der geknechteten Frauen auf zahlreiche Wählerinnen hoffen.
Allerdings ist Abtreibung in Frankreich seit 1975 keine Straftat mehr. Seit 2001 gilt sie in Frankreich als Menschenrecht, ist also längst verfassungsmäßig garantiert, da die französische Verfassung auf der Déclaration des Droits de l’Homme fußt. Selbst einige Befürworter eines „Rechtes auf Abtreibung“ sehen diese Novelle deshalb als überflüssige Kosmetik an, eindeutig zum Stimmenfang unternommen.
Und massenhaft Französinnen und Franzosen fallen darauf herein und jubeln, daß endlich sein darf, was seit Jahrzehnten als „Recht“ garantiert ist.
Das in einem Land, das für sein ausgezeichnetes Bildungssystem bekannt ist (zu dem es zwar auch noch allerhand zu sagen gäbe, aber das sprengt diesen Artikel).
Seit 49 Jahren erlaubt, seit 23 Jahren als Menschenrecht verankert, jetzt noch zusätzlich in die Verfassung aufgenommen: Die Beseitigung ungeborener Kinder.
Zugleich wird die pränatale Medizin immer besser. Ein Kind, das als extremes Frühchen zur Welt kommt, hat bessere Überlebenschancen als ein gleichaltriges oder älteres Kind, dessen Geburt unerwünscht ist. Der Inkubator ist ein sichererer Ort als der Mutterleib.



Mord als Menschenrecht. Perverser geht’s nicht.
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