Ein neuer Helm schützt nun mein altes Haupt,
Denn nicht gefahrlos ist das Fahrradfahren:
Ein weißer Helm auf halb ergrauten Haaren,
Stabil und leicht und teurer als geglaubt.
Doch teurer noch sind der Doktoren Scharen,
Wenn man kaputte Schädel wieder schraubt.
Auch wird man vorher meist des Haars beraubt,
Und Hirne werden nie mehr, wie sie waren.
Behelmt, behütet und getreu den Regeln,
So trotze ich den Schusseln und den Flegeln,
Die diese Stadt oft viel zu schnell durcheilen.
Ich fürcht mich nicht vor tausenden von Wagen,
Doch ist's vernünftig, einen Helm zu tragen.
Nun denn, mein Helm: Auf viele tausend Meilen!
© Claudia Sperlich
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About Claudia Sperlich
Dichterin, Übersetzerin, Katholikin. Befürworterin der Vernunft, aber nicht in Überdosierung.
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Liebe Frau Sperlich,
danke für Ihr wiederum so nettes Gedicht.
Möge Gott Sie auf all‘ Ihren Fahrten mit dem neuen Helm begleiten und beschützen!
Wie man früher Rad fuhr
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Lieber Herr Caspar,
Dank für die guten Wünsche und den Beitrag zum Thema. Auf ein Hochrad würde ich mich nie trauen und finde die Bilder sehr eindrucksvoll.
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